„Die Mühlenhelle“ in Gummersbach- Für mich der Inbegriff für das beste Wiener Schnitzel und den besten Kaiserschmarrn außerhalb Österreichs

Jedes Jahr fahren wir mit unseren Kindern zum Plätzchen backen zu meinen langjährigen Freunden Michael und Birgitta Quendler in „Die Mühlenhelle“ nach Gummersbach. Die beiden habe ich vor etwa 20 Jahren auf Johann Lafers Stromburg in Stromberg kennen gelernt. Ich machte damals ein Praktikum an der Rezeption, Michael arbeitete in der Küche und Birgitta war Sommeliere im Sternerestaurant „Val d`Or“.

Bereits seit 10 Jahren betreiben Michael & Birgitta Quendler das Gutshaus Mühlenhelle aus dem 18. Jahrhundert im Gummersbacher Stadtteil Dieringhausen mit Kompetenz, Können und charmanter Herzlichkeit. Die Küche ist erfrischend unkompliziert und geradlinig. Michael Quendler versteht es mit Bravour, seine österreichischen Wurzeln und Sylter Erfahrungen in einen modernen deutschen Kochstil einzubinden. Dazu blitzen hier und da souverän gesetzte Akzente aus der französischen Haute Cuisine auf.

„Die Mühlenhelle“ gehört zu den 56 deutschen Jeunes Restaurateurs d’Europe . Genussmomente zeitgemäßer Küche als Ergebnis von „Talent und Passion“. Zudem ist „Die Mühlenhelle“ mit dem Michelin Stern ausgezeichnet.

Letzten Sonntag fuhren wir mit den Kindern wieder zum Plätzchen backen nach Gummersbach. Während die lieben „Kleinen“ mit Plätzchen backen beschäftigt sind, können die Erwachsenen in Ruhe Mittagessen. So haben wir es auch letzten Sonntag gehandhabt. Unsere Großfamilie war samt meiner Patentante zum Adventsmittagessen und nachträglichem Geburtstagsessen zusammen gekommen.

Bei der Wahl der Speisen waren wir uns alle einig. Wiener Schnitzel mit Bratkartoffeln und natürlich Kaiserschmarrn zum Dessert.

Wer könnte dies auch besser zubereiten als ein Österreicher? Michael Quendler ist in Klagenfurt geboren und mit den Spezialitäten der österreichischen Küche aufgewachsen. Für das Bistro in der Mühlenhelle kocht er sie mit regionalen Akzenten, die selbst Klassikern wie dem Wiener Schnitzel, der Brettljause oder dem Kaiserschmarrn’ eine individuelle Note verleihen – ohne die Herkunft dieser traditionellen Speisen zu verleugnen.

Die Weine sind eindeutig Birgittas Reich, die nach dem Restaurant „Val d`Or“ in vielen renommierten Restaurants wie dem „Fährhaus“ auf Sylt als Sommeliere gearbeitet hat.  Die Weinkarte enthält 450 ausgewählte Tropfen. Im Vordergrund stehen deutsche und österreichische Weine sowie eine große Auswahl an Schaumweinen. Natürlich kommen auch Liebhaber von Weinen aus den klassischen europäischen Anbaugebieten sowie aus der Neuen Welt voll auf ihre Kosten.

„Die Mühlenhelle“ bietet eine Küche voller Finesse und unschlagbar herzliche und familiäre Gastgeber –und ist jederzeit einen Besuch wert!

Übernachten kann man ebenfalls dort in modernen und liebevoll eingerichteten Zimmern.

Die wunderschöne Terrasse lädt im Sommer zum Verweilen ein.

Hotel & Restaurant Die Mühlenhelle
Hohlerstraße 1
51645 Gummersbach
Deutschland

T: +49 (0)2261 29 00 00
W: http://www.muehlenhelle.de
E: kontakt@muehlenhelle.de

Das „Heinrich`s“ – Kochkunst ist Lebenskunst

Nachdem ich in den vergangenen Monaten immer wieder gefragt worden bin, ob ich eigentlich schon einmal im „Heinrich`s“ in Iserlohn gewesen wäre und ich dies leider jedes Mal verneinen musste, beschloss ich, bei nächster Gelegenheit dem „Heinrich`s“ einen Besuch abzustatten. Ich sendete eine Reservierungsanfrage per Mail und wurde prompt von Herrn Heinrich Grothe persönlich zurückgerufen, der mir den Tisch bestätigte. Der Tag der Reservierung kam und ich machte mit meinem Mann einen Ausflug nach Iserlohn beziehungsweise nach Drüpplingsen. Zehn Jahre lang hat Heinrich Grothe im ländlichen Fröndenberg-Frömern sein „Heinrich’s“ betrieben, und es in dieser Zeit mit seinem individuellen Angebot zu einer kulinarischen Adresse gemacht, die weit über die Region bekannt war. Als er dann von der Familie Bimberg, Herren auf Gut Lenninghausen, das Angebot bekommen habe, mit seinem Restaurant in die Hof-Räume unterhalb ihrer alten legendären Kornbrennerei zu ziehen, war es um Heinrich Grothe geschehen. Und das zu recht. Das Anwesen mit seinen mächtigen Gemäuern bietet ein wunderschönes Ambiente.

Wir wurden von Heinrich Grothe herzlich begrüßt und zu unserem Tisch begleitet. Fast zeitgleich mit unseren Getränken, kam auch schon ein warmes Kartoffelsüppchen als Gruß aus der Küche zu uns an den Tisch. Das gefiel uns schon einmal außerordentlich gut. Heinrich Grothe stellte uns dann die Spezialitäten des Tages vor – immer frisch, kreativ und ausgefallen, aber nie von der Stange.

Die heimische Küche in Perfektion – verfeinert mit einer Prise Innovation. Zubereitet werden Klassiker der Küche, kombiniert mit regionalen und saisonalen Zutaten. Sorgfältig geprüft, ausgewählt und zu Finessen mit Pfiff verarbeitet. So heißt es auf der Homepage des „Heinrich`s“ und so klangen auch die feinen Kreationen an diesem Abend. Wir wählten als Vorspeisen Safranrisotto mit Kaisergranat und Carpaccio vom Ochsen mit getrüffelten Spaghettini und als Hauptgänge die klassische Gänsebrust mit Rotkohl und Klößen und Hirsch in Lakritzsauce mit Rosenkohl. Das Essen war fantastisch. Beide Vorspeisen und beide Hauptgänge waren wundervoll angerichtet und schmeckten köstlich. Man merkt, dass hier jemand mit Hingabe und Leidenschaft am Herd steht.

Zum Abschluss gab es für uns dann noch einen feinen Apfelstrudel mit Bratapfeleis und dazu einen Espresso mit Nussecke.

Wir haben den Abend in vollen Zügen genossen. Das „Heinrich`s“ ist ein Restaurant mit Wohlfühlcharakter und der Hausherr mit seiner herzlichen, unaufdringlichen und authentischen Art unterstreicht dieses heimelige Gefühl, was einen erschleicht, wenn man in dieses besondere Ambiente als Kulisse für kulinarische Kultur mit Erlebnischarakter eintaucht.

Wir werden auf jeden Fall wiederkommen, spätestens im Frühsommer, wenn die Terrasse geöffnet ist und wir zusätzlich zu dem genialen Essen auch den Blick auf die Ruhrauen und den gegenüberliegenden Höhenzug Richtung Schloss Opherdicke genießen können.

Heinrich`s
Heinrich Grothe
Lenninghauserweg 3b
58640 Iserlohn

Telefon: 0 23 78 | 86 83 900
Email: info@restaurant-heinrichs.net

Öffnungszeiten:
18.00 bis 24.00 Uhr
Ruhetage:
Montag & Mittwoch

Das Sachertörtchen

Gestern gab es für mich eine schokoladige Überraschung… Ein Sachertörtchen, Original von Sacher aus Wien. Klitzeklein aber dafür „Ein echtes Stück Wien“. Mein Bruder hatte es für meine Mutter und mich von einer Geschäftsreise aus Wien mitgebracht. Rezepte für die Wiener Sachertorte finden sich in Kochbüchern oder im Internet wie Sand am Meer. Doch das Originalrezept der Sachertorte ist ein wohlgehütetes Geheimnis. Saftiger, flaumiger Schokoladenkuchen wird mit hausgemachter Marillenmarmelade verfeinert. Perfektioniert wird diese köstliche Torte mit einer edlen Kuvertüre.

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Ich muss zugeben, dass ich mich auch schon das eine oder andere Mal an der Sachertorte versucht habe und jedes Mal furchtbar enttäuscht war, weil es geschmacklich bei weitem nicht an den Geschmack herankam, so wie ich ihn kannte. Oder wie mein Vater jedes Mal so treffend und westfälisch taktvoll kommentierte „Der Kuchen schmeckt zwar, aber der hat mit der Sachertorte aus Wien nicht das Geringste zu tun“. Diese Feststellung war natürlich enttäuschend, aber hatte den Nagel auf den Kopf getroffen.

Es gibt es eben Dinge, die kann man nicht nachmachen und letztendlich ist das auch gut so.

Denn so bleibt es etwas Besonderes und es fühlt sich an wie Weihnachten und Geburtstag an einem Tag, wenn man in den Genuss davon kommt und zum Beispiel dieses kleine Schächtelchen mit dem Biedermeiermotiv überreicht bekommt und sich ein Sachertörtchen zum sofortigen Verzehr aussuchen darf. Himmlisch.

Das legendäre originale Rezept der Wiener Sachertorte wurde von Franz Sacher 1832 erfunden – von diesem Originalrezept der Sachertorte erzählt man sich in Wien, es werde im Safe des Hotel Sacher wie ein Schatz verwahrt und vor der Öffentlichkeit streng gehütet. Deshalb muss sich selbst der Leser des Sacher Kochbuchs mit einer „etwas vereinfachten Variante“ begnügen, die – zum Trost des Lesers – „dem Original, wenn man es richtig macht, geschmacklich sehr, sehr nahe kommt.“

Sachertorte aus dem Sacher Kochbuch
Zutaten für eine Springform mit 22 – 24 cm Durchmesser
• 140 g zimmerwarme Butter • 110 g Staubzucker • ausgekratztes Mark von ½ Vanilleschote • 6 Eidotter • 6 Eiklar • 130 g Speiseschokolade • 110 g Kristallzucker • 140 g glattes Mehl • ca. 200 g Marillenmarmelade • Butter und Mehl für die Form • Schlagobers als Garnitur

Schokoladenglasur
• 200 g Kristallzucker • 125 ml Wasser • 150 g Schokolade

Zubereitung
Weiche Butter mit Staubzucker und Vanillemark cremig rühren. Nach und nach die Eidotter einrühren und zu einer dickschaumigen Masse schlagen. Inzwischen die Schokolade im Wasserbad schmelzen und dann unterrühren. Eiklar mit Zucker steif schlagen, bis der Schnee schnittfest und glänzend ist. Diesen auf die Masse häufen, das Mehl darüber sieben und mit einem Kochlöffel unterheben.

Springform am Boden mit Backpapier auslegen, den Rand mit Butter ausstreichen und mit Mehl bestäuben. Die Masse einfüllen, glatt streichen und im Backrohr (vorgeheizt) eine knappe Stunde bei 170 °C backen. Während der ersten 10-15 Minuten die Backrohrtür einen Spalt offen lassen. Die Torte ist fertig gebacken, wenn ein zarter Druck mit dem Finger sanft erwidert wird.

Sodann in der Form stürzen und auskühlen lassen. Nach ca. 20 Minuten Papier abnehmen, umdrehen und noch in der Form gänzlich erkalten lassen, um die Oberfläche zu ebnen. Aus der Form nehmen und mit einem Messer waagrecht teilen. Die leicht erwärmte Marmelade glatt rühren, auf beide Tortenböden streichen und diese wieder zusammensetzen. An den Außenseiten mit Marmelade bestreichen und leicht antrocknen lassen.

Für die Glasur Zucker und Wasser 5-6 Minuten aufkochen, dann abkühlen lassen. Schokolade im Wasserbad schmelzen, nach und nach mit der Zuckerlösung zu einer dickflüssigen, glatten Glasur verrühren. Lippenwarme Glasur in einem Zug über die Torte gießen und mit möglichst wenigen Strichen glatt verstreichen. Trocknen lassen, bis die Glasur erstarrt ist. Mit geschlagenem Obers servieren.

Les Confitures du Climont

Das Elsass ist ein Ort für Naturliebhaber, Genießer und Freunde des guten Geschmacks. Wer hier seinen Urlaub verbringt, der kehrt mit wunderschönen Erinnerungen zurück – und möchte garantiert nochmal dorthin. Städte wie Straßburg oder Colmar, aber auch die vielen kleinen idyllischen Dörfchen mit ihren Fachwerkhäuschen sind hier immer wieder einen Besuch wert.

Ich war früher während meines Studiums in Freiburg recht häufig in Colmar – einfach nur zum Flammkuchen essen. Denn dort gibt es wahrlich den besten Flammkuchen überhaupt.

Vor ein paar Jahren bin ich mit meiner Familie noch einmal dort gewesen. Natürlich wieder zum Flammkuchen essen.

Heute aber geht es nicht um Flammkuchen, sondern um die fantastischen Produkte von Les Confitures du Climont.

In Ranrupt gibt es Les Confitures du Climont seit 1985. Hier kann man die wunderbare Welt der Marmeladen entdecken. Marmeladen und hausgemachte Gelees werden in großen Kupferkesseln nach elsässischer Tradition gekocht.

Am meisten haben mich drei Konfitüren begeistert:

1. „CAMELINE“

Cameline

Dieses köstliche Chutney besteht aus Äpfeln, Orangen, Feigen, Zucker, Gewürzen, Trockenfrüchten und etwas Essig.

Degustationsempfehlung:
Der perfekte Begleiter zu Ziegenkäse, Gänseleber, Wild, Geflügel, Fisch und Käse.

2. „WEIHNACHTSMARMELADE“
Confiture de Noel aus Clementinen

Noel

3.“GRÜNE TOMATE“

Tomate

Ein wunderbarer Begleiter zu Brie und anderen Käsesorten.

Diese wunderbaren Begleiter zu Käse und Pasteten sind natürlich bei mir erhältlich unter info@la-boudon.de.

 

 

 

 

 

DIE NEUE RUHRGEBIETSKÜCHE BEI MATTHIAS RUTA

Der Koch, der Gast, das Gericht und die Zutaten

Vor zwei Wochen war es endlich soweit und ich konnte einen Einblick in Matthias Rutas „Neue Ruhrgebietsküche“ bekommen. Bereits vor zwei Jahren führte mich der Weg als Dortmunderin in die „verbotene“ Stadt, nach Gelsenkirchen in die dort ansässige Kochschule von Matthias. Da ging es allerdings um die Crossover Küche. Gestern drehte sich alles um die Küche des Potts. Matthias Ruta – Star- und Fernsehkoch mit witzig, frecher „Ruhrpottschnauze“. Seine Wurzeln liegen in Essen und in Gelsenkirchen gab es mit dem Designstudio Brinkmann zur richtigen Zeit den perfekten Ort für seine Kochschule. Hier ermöglicht Matthias Ruta tiefe Einblicke in die spezifischen Eigenheiten der verschiedenen Länderküchen und huldigt mit dem Kochkurs „Die neue Ruhrgebietsküche“ dabei auch seine Heimat. Gemeinsam mit meiner Mutter, meinem Mann und einem Freund wollten wir -auch im Hinblick auf das Ruhrgebietskochbuch von meiner Mutter und mir, welches nächstes Jahr erscheint- schauen, wie Starköche die neue Ruhrgebietsküche interpretieren. Das war sehr inspirierend und hat dazu richtig Spaß gemacht.

Unser Menü:
KÖNIGSBERGER KLOPSE VOM KALB / ROTE BETE / KAPERN

KABELJAU / GRAUPEN /FENCHEL / PINIENKERNE / WEINTRAUBEN

KALBSBACKEN / SCHWARZWURZELN / STEINPILZE

KAFFEEKRÄNZCHEN

Neben Warenkunde, Fachwissen, Tipps und Tricks vom Profi, großartiger Unterhaltung, dem einen oder anderen Gläschen Wein oder Flasche Bier, dem Austausch unzähliger Anekdötchen und sehr viel Arbeit, konnten wir das Menü in den einzelnen Gängen in wunderschönstem Ambiente bis in die Nacht genießen.

Hier findet jeder Gast seinen Platz.

Wer Matthias Ruta bucht, bekommt Matthias Ruta. Matthias Ruta ist ein Gesamtkonstrukt. Wer Lust auf tolles Essen, beste Unterhaltung und das gemeinsame Kochen mit vielen anderen netten Leuten hat, der ist mit Matthias Ruta bestens beraten.

ruta+ Kochschule
Zweckelerstr. 12-14
45898 Gelsenkirchen

Büro
Matthias Ruta
Riesweg 38
45134 Essen

mobil 0173| 28 26 890

 

LA VILLA AM STARNBERGER SEE

Vor zwei Wochen habe ich einen traumhaft schönen Ort kennen gelernt.

LA VILLA direkt am Starnberger See. Der Anlass konnte romantischer nicht sein- die Hochzeit meines Cousins.

 

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LA VILLA (Foto: Vreni Arbes)

 

Gott sei Dank hatte sich die Schlechtwetterprognose für das Hochzeitswochenende nicht bewahrheitet. Das Hochzeitspaar strahlte mit der Sonne förmlich um die Wette.

Mit einem wunderbaren Sektempfang mit kleinen schmackhaften Häppchen und einer gigantischen Erdbeertorte in Herzform starteten wir im Gartenpavillon in den Nachmittag.

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Weinauswahl zum Hochzeitsmahl (Foto:Vreni Arbes)

Gen Abend wurden wir zum Abendessen in die Orangerie geleitet, wo uns Küchenchef Christoph Gessner und sein Team mit einem köstlichen Hochzeitsmahl in mehreren Gängen verzauberte. Ein erstklassiges Essen vom ersten Gang bis zum letzten Gang. Ich muss wirklich sagen, dass ich bei einer Hochzeit von 100 Gästen selten besser gegessen habe. Die Gänge waren perfekt aufeinander abgestimmt und jeder Gang wurde heiß serviert. Spitzenmäßig.

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Foto: Vreni Arbes

 

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Foto: Vreni Arbes

 

 

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Foto: Vreni Arbes

 

 

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Foto: Vreni Arbes

 

 

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Foto: Vreni Arbes

 

Dazu der erstklassige Service. Professionell, umsichtig, aufmerksam, unaufdringlich …Ich finde es immer wieder beeindruckend, wenn die Servicemitarbeiter zwar präsent sind, Du sie als Gast aber nicht wahrnimmst. Der Teller, der gerade noch vor Dir stand, ist plötzlich nicht mehr da. Dein Glas, das gerade noch ein Schlückchen für Dich bereit hielt, ist frisch aufgefüllt, ohne, dass Du es gemerkt hast. Toll!

Die feinen Speisen, die wir offeriert bekommen haben, verlangen selbstverständlich nach hochwertigen Zutaten. Vorwiegend biologisch angebaute Lebensmittel aus der Region werden finden hier Verwendung. Frische und Naturbelassenheit aller verarbeiteten Produkte haben dabei oberste Priorität.

Mit einem reichen Erfahrungsschatz, aus mehreren Stationen in der gehobenen Gastronomie wie im Adlon in Berlin, der Fischerzunft in Schaffhausen oder dem Opera in Frankfurt verwöhnt Christoph Gessner nunmehr seit sieben Jahren die Gäste der LA VILLA Starnberger See und das mit großem Erfolg.

Man kann LA VILLA übrigens auch außerhalb von fröhlichen Festen und kreativen Arbeitsstunden genießen!

Das Restaurant hat geöffnet:
Zum Lunchbuffet
montags – freitags: 12:00 –  14:00 Uhr / € 42.-
Zum Candle Light Dinner
mittwochs – samstags: 18:00 – 22:00 Uhr / 4 bzw. 5 Gang Surprise Menü € 68.- / 78.-

LA VILLA am Starnberger See

Exklusive Klausur- und Tagungsstätten GmbH

Ferdinand-Von-Miller-Straße 39-41
82343 Niederpöcking

Telefon: +49 8151 77060
Telefax: +49 8151 770699

E-Mail: info@lavilla.de

Korn – unsere Heimat

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Vergangene Woche besuchten meine Mutter und ich im Zuge unserer Recherchearbeit für das Ruhrgebietskochbuch, die in Dortmund Wichlinghofen ansässige Kornbrenerei Dinsing. In der landwirtschaftlichen Getreidebrennerei Dinsing werden seit 1864 feine Spirituosen aus hochwertigem Getreide eigener Produktion hergestellt. Seit Generationen überlieferte Rezepturen und hohes handwerkliches Können der Brenner machen die Brände und Liköre von Dinsing zu einer bekannten regionalen Spezialität.

August Dinsing hatte 1864 die „Schnapsidee“ auf dem Hof Dinsing Feingebranntes herzustellen. Er gründete noch im gleichen Jahr die landwirtschaftliche Kornbrennerei August Dinsing. Seitdem sind über 140 Jahre ins Land gegangen.

Heute betreibt Dirk Dinsing die traditionsreiche Brennerei. Der gelernte Industriekaufmann ist Landwirt, Viehzüchter und Kornbrenner in einer Person.

Auf 20 Hektar Fläche werden 8 Hektar Weizen zur Alkoholherstellung angebaut. Die restliche Fläche dient dem Futteranbau für seine ca. 60 rot- und schwarzbunten Mastbullen. Die beim Gärprozess entstehende Schlempe wird ebenfalls an seine Mastbullen verfüttert.

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Rund 680 Land- und Getreidebrennereien stellen heute den hochwertigen Klassiker „Korn“ her. Die meisten von ihnen sind im Norden und Westen Deutschlands, dem Korngürtel angesiedelt. Jede Kornmarke hat ihren besonderen unverwechselbaren Geschmack. Nur zwei Zutaten sind für Deutschen Korn erlaubt: Wasser und Korn. Der Geschmack, das Bukett und das besondere Aroma einer Kornmarke werden alleine durch das gebrannte Getreide, die Kunst des Brennmeisters und die Wasserqualität bestimmt.

Die Kornbrennerei Dinsing stellt ca. 20 eigene Produkte her, wie Doppel-Weizen -Alter Kornbrand-, Doppel-Wacholder, Weizen-Korn -Der Milde-, Wacholde, Boonekamp -Magenbitter-, Weizenkorn mit Boonekamp, Wichlinghofer Halbbitter, Privat -Dortmunder Spezialkräuterlikör-, Kümmel-Korn -milder Aquavit-, Reichsmärker -Orangen-Likör-, Anis -Likör-, Apfelsine mit Wodka -herbe Blutorange-, Apfelkor, Bessen-Genever, Brombeere -aromatischer Fruchtsaftlikör-, Blitz -Sauerkirsche-, Cappuccino-Sahne, Johannisbeere -herzhafter Fruchtsaftlikör-, Pflaume mit Aprikose -Likör-, Sahne-Likör -Vanille-, Saurer August -Zitruslikör-, Wodka mit Feige, Eierlikör.

Kontakt

Kornbrennerei
AUGUST DINSING
Sauerländer Straße 29
44265 Dortmund-Wichlinghofen

Telefon: (0231) 46 20 30
Fax: (0231) 462034
E-Mail: dirk(at)dinsing.com

Öffnungszeiten:
Montag – Freitag 9.00 – 19.00 Uhr
Samstag 9.00 – 14.00 Uhr

Besichtigungen:
10 – 25 Personen 5,00 € pro Person

La Boudon`s Delicious Autumn „Wildragout mit Spätzle“

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ZUTATEN

 

800-1000 g Wildfleisch (Reh, Hirsch, Wildschwein oder Strauß)

 

3 Lorbeerblätter

 

5 Wacholderbeeren

 

10 Nelken

 

ca.250 ml Rotwein

 

etwas Butter

 

1 Zwiebel

 

250 g Champignons

 

200 ml Sahne, Creme Fraiche oder Schmand

 

Pfeffer & Salz

 

50 g dunkle Schokolade (70%)

 

1 Dose Preiselbeeren

 

ZUBEREITUNG

 

Zunächst das Fleisch in mundgerechte Stücke zerteilen, in eine enge Schüssel geben und mit Rotwein bedecken. Dann Lorbeerblätter, Wacholderbeeren und Nelken hinzugeben, die Schüssel mit einem Teller abdecken und das Fleisch über Nacht kaltstellen.

 

Die Zwiebel am nächsten Tag klein schneiden. In einem Römertopf etwas Butter auslassen und die Zwiebelstückchen darin anschwitzen. Dann das Fleisch samt dem Rotwein und den Gewürzen dazugeben.  

 

Den Römertopf bei 80°Grad in den Backofen stellen und ruhig 6-8 Stunden darin schmoren lassen.

 

Die Champignons in einer Pfanne mit etwas Butter anbraten und zu dem Fleisch geben.

 

Die Sauce mit Sahne, Pfeffer und Salz abschmecken und zum Schluss noch die dunkle Schokolade und die Hälfte der Preiselbeeren hinzugeben.

 

Dazu schmecken Spätzle, Nudeln oder einfach Baguette.

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BB kocht

 

Fehler
Dieses Video existiert nicht

BB kocht.

Das ist mein erster Videobeitrag auf meinem Blog.

BB ist für mich die beste Köchin der Welt…BB ist meine Mutter, Barbara Boudon.

Sie hat bei mir die Leidenschaft fürs Kochen geweckt. Das, was sie kocht,
schmeckt für mich nach Heimat. Wenn ich ihr Wirsing-Hack-Durcheinander
oder ihre Reibeplätzchen esse, dann bin ich wieder Kind.

Dieser Videobeitrag ist ein Vorgeschmack auf das Ruhrgebietskochbuch,
welches in Zusammenarbeit mit meiner Mutter im kommenden Sommer
erscheinen wird. Dieses Buch ist über die Esskultur im Ruhrgebiet. Es
ist dazu gedacht, der älteren Generation Erinnerungen an früher auf den
Tisch zu zaubern und der jüngeren Generation wie unseren Kindern durch
das Essen Kulturgeschichte nahe zu bringen.

Film ab!

Viel Spass!

ACHTZEHN70 – Ein Geheimtipp für all die, die edles Fleisch lieben…

Am Wochenende konnte ich einen fantastischen Abend im Restaurant ACHTZEHN70 in Lüdinghausen erleben. Ich bin jedes Mal schwer begeistert von diesem Restaurant, von dem Flair, der Atmosphäre und natürlich von dem Essen. Seit gut einem Jahr gibt es das ACHTZEHN70 in dem aufwendig renovierten denkmalgeschützten Fachwerkhaus, welches bis 2016 noch die Kunstgalerie „Noran“ beheimatet hatte, inmitten der schnuckeligen Altstadt. Diese besondere Architektur kombiniert mit der ausgesprochen gut erhaltenen Substanz und dem ungewöhnlich verwinkelten Innenaufbau ist phänomenal. Dieses Objekt vereint historische Vergangenheit und Moderne gleichermaßen. Die ausgewogene Harmonie zwischen Holz und Eisenelementen, zwischen Vergangenheit und Gegenwart findet sich dabei in der rustikalen Einrichtung des ACHTZEHN70 wieder.

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Wir werden herzlich von Tobias, dem Restaurantleiter, besser gesagt, unserem Gastgeber in Empfang genommen. Nach unserem Aperitif, den wir draußen vor dem Restaurant genießen, nehmen wir auf den auf alt getrimmten bequemen Lederstühlen mit Armlehnen an einem der schweren Holztische mit Eisenbeschlag direkt im unteren Teil des ACHTZEHN70 Platz. Die Tische sind eingedeckt mit Messern, Gabeln, schlichten modernen Weingläsern, hohen Wassergläsern in Kristallglasoptik, Brottellern und Brotmessern. Schlichte weiße Stoffservietten, Rosen in schicken Gin Suul Flaschen, Olivenöl und Fleur de Sel vervollständigen die Tischausstattung.

Im kulinarischen Mittelpunkt steht hier ganz klar Fleisch, genauer gesagt „Edles Fleisch“. Edles Fleisch ist ein Unternehmen, gegründet von den beiden Lüdinghauser Jungunternehmern Simon Schräder und Philipp Burkert, das sich dem besten Fleischgeschmack verschrieben hat. Hierfür suchten die beiden auch international nach dem Besten, was das Genre zu bieten hat und wurden in Texas, Kanada, Australien, Spanien, Irland und dem beschaulichen Münsterland fündig. Die Idee edles Fleisch auf dem Wochenmarkt anzubieten entwickelte sich im Laufe ihrer Ausbildung in Hamburg, wo die beiden eine Hotelfachausbildung in renommierten 5* plus Häusern absolvierten. Dort arbeiteten sie unter anderem in der Sterneküche. Während sie sich überlegten, wie sie ihre berufliche Zukunft gestalten könnten, kam ihnen der Gedanke, gutes Fleisch, so wie sie es zum Teil aus der Sternegastronomie gewohnt waren, an den Kunden zu bringen. Dies sollte in einer gemütlichen und persönlichen Atmosphäre wie auf einem Wochenmarkt geschehen. Seitdem stehen Simon und Philipp Woche für Woche auf den Wochenmärkten in der Region, wie auf dem Dortmunder und Münsteraner Wochenmarkt und verkaufen „Edles Fleisch“.

Nun seit einem Jahr ist „Edles Fleisch“ nicht nur auf dem Wochenmarkt erhältlich sondern auch in ihrem Restaurant ACHTZEHN70, mit dem sich Philipp Burkert einen großen Traum erfüllt hat. Präsentiert werden die Fleischspezialitäten in dem eigenen Reifeschrank. Der ist ohne Zweifel der Blickfang in der Gaststube im Erdgeschoss, vor dem die meisten Gäste einige Minuten andächtig verweilen. Das Fleischangebot wird hier ergänzt durch frische, hochwertige und zudem meist regionale Zutaten und Produkte vom Wochenmarkt. Eine ausgesuchte Wein- und Champagnerkarte, Craft Biere und weitere exzellente Getränke runden das Angebot ab.

Wir wählen als Vorspeise „Zweierlei Gänseleber“ aus Terrine und Crème Brûlée/ glasierte Äpfel/ Brioche/Salat in Nussölmarinade und „ACHTZEHN70“ Nascherei aus Schinken/ Fenchelsalami/ Pancetta/ Ziegenhartkäse/ eingelegte Oliven/warmer Lardocrostini. Die Gänseleber sieht fantastisch aus und schmeckt unglaublich köstlich. Die Kombination mit den fruchtigen Apfelstückchen ist perfekt. Die Nascherei gefällt uns auch sehr gut, vor allem die Fenchelsalami ist ein feines Naschwerk.

Nicht zu vergessen ist der Gruß aus der Küche bestehend aus einer Taubenterrine mit Pfifferlingen. Das ist ein äußerst schmackhafter Auftakt und macht Lust auf mehr.

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Als Hauptgang bekommen wir das ACHTZEHN70 Steak/ Kanadisches Heritage Angus Rind Steak vom Flapmeat (großes Bavette ca. 180g) rosa gegrillt/ Sauce Béarnaise „Robuchon***“/ Pommes Frites/ Gartensalat mit allerlei Inhalt und das „Australian Filet“/Pommes Frites/ Gartensalat.

Das Filet wird am Tisch auf einem Schieferbrett präsentiert und der Gast kann sich die Stärke des Fleischstückes selbst bestimmen. Dieses wird dann abgewogen und in der gewünschten Garstufe serviert. Das Fleisch ist fantastisch. Die karamellige Kruste schmeckt köstlich und dazu die Sauce Bérnaise mit Estragon – einfach grandios.

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Der empfohlene offene Rotwein passt wie die Faust aufs Auge zum Essen und rundet das schmackhafte Mahl exzellent ab.

Ich freue mich sehr, dass es der Koch in Gestalt von Dirk Grammon nach getaner Arbeit noch an unseren Tisch schafft. Dirk Grammon ist 32 Jahre alt. Mit etwa 13 Jahren beschloss er Koch zu werden. Mit 21 Jahren übernahm er die „Villa Suplie“ in Werne, wo er auf Anhieb 16 von 20 möglichen Punkten im Genießer-Führer „Gault Millau“ abräumte. Im Jahr darauf wurde er vom Gault Millau mit 17 von 20 möglichen Punkten ausgezeichnet. Damit gehörte Grammon laut Gault Millau zu den 15 besten Köchen in Nordrhein-Westfalen und zu den 37 besten in ganz Deutschland.

Der Haute Cuisine hat Dirk Grammon schon vor einiger Zeit den Rücken gekehrt, nun hält er das Zepter im ACHTZEHN70 voller Überzeugung, Freude, Inbrunst und Ideen in der Hand. Seine Erfahrungswerte setzt er gezielt ein. Bei der Zubereitung der Gänseleber zum Beispiel erkennt man die hochwertige frankophile Küche Grammons.

Zurückkehren zum Wesentlichen ohne Schischi und Geschnörkel ist sein Credo. Ein herausragendes Produkt wie das hier angebotene Fleisch hat schon eigens so viel Charakter und Strahlkraft, dass das vollkommen ausreichend ist. Wichtig ist, dass die Leistung konstant ist und man Kenntnis über gute Produktqualität hat. Beim Kauf der Zutaten verlässt er sich ausschließlich auf sein Wissen. Und auch diese richtige Einschätzung trägt- neben viel Fleiß, Talent und handwerklichem Geschick – Anteil an einer konstant hochwertigen Küche.

Wir haben unseren Aufenthalt im ACHTZEHN70 genossen und freuen uns auf das nächste Mal.

Kirchstraße 22 – Lüdinghausen
Mittwochs bis Sonntags – 17:30 Uhr bis 22:00 Uhr
sowie Sonntags von 12:30 Uhr bis 14:30 Uhr
Telefonnummer für Tischreservierungen: 02591-9476880