Das „Klarer“ – Hotel und Konditorei in Zuoz, dem schönsten Dorf des Engadins

Also, wenn es für mich so etwas wie einen Ort oder eine Gegend gibt, mit der sich mein Herz besonders verbunden fühlt, dann ist es Zuoz, das wegen seinem erhaltenen historischen Ortskern mit den herrlichen Patrizierhäusern weithin als schönstes Engadiner Dorf bekannt ist. Hier ist die Welt noch in Ordnung.

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Das Ortsbild betört mit der Atmosphäre eines intakten und authentischen romanischen Dorfes. Geheimnisvolle Gässchen mit zahlreichen Galerien laden zu Entdeckungstouren in die bewegte Vergangenheit. Der imposante Dorfplatz mit dem Rechtswirtshaus Crusch Alva, der Kirche San Luzi mit dem Kirchturm, den Plantahäusern, dem Plantaturm und den gepflegten Häusern geben diesem gut erhaltenen Oberengadiner Dorf ein stattliches Aussehen.

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Mittendrin ein Engadinerhaus von 1565 – das Hotel Klarer. Hier trifft Engadiner Tradition auf französischen Charme. Die Geschichte des Hauses geht zurück bis 1565 und befindet sich seit 1923 in Familienbesitz. Jedes Zimmer ist seinem traditionellen Stil bis heute treu geblieben – und schmückt sich mit einer individuell gestalteten Zimmertüre. Handgeschnitzt. Zudem beheimatet das Hotel Klarer eine eigene Konditorei. Früher verbrachten wir viele Weihnachtsferien im Hotel Klarer, wo wir morgens von dem Duft aus der Bäckerei geweckt wurden. Dieser Geruch ist unvergesslich und ist mir bis heute in der Nase geblieben. Ich musste dieses Geruchserlebnis einfach noch einmal erleben und so fuhren wir vom Tessin über den Maloja-Pass kurzerhand ins Oberengadin und statteten dem Hotel Klarer einen Besuch ab.

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Es war ein wunderbares Gefühl, Zuoz im Sommer statt im Winter zu erleben. Obwohl so viele Jahre ins Land gegangen waren, als ich das letzte Mal in Zuoz war, war alles so vertraut. Ich konnte einen Tag lang in Erinnerungen schwelgen. Hier habe ich mit meinem Bruder und meiner Cousine das Skifahren gelernt, Freundschaften fürs Leben geknüpft, viele meiner Geburtstage und Jahreswechsel gefeiert, fröhliche Großfamilienstunden zugebracht und nicht zu Letzt viele meiner Leibspeisen kennen gelernt, wie Bircher Müsli, Raclette mit Pellkartoffeln, Rote Bete und Gürkchen, Bündner Gerstensuppe, Fondue, Engadiner Nusstorte um nur ein paar dieser genüsslichen Versuchungen zu nennen.

Ich erinnere mich, dass damals ein jeder Skitag von meiner Cousine und mir mit einem Wurst-Gipfeli aus Klarers Konditorei gekrönt wurde. Ein wahrer Anschlag auf die Linie, aber unglaublich lecker.

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Als ich nun auf unserer Reise morgens von demselben Duft nach frischgebackenen Gipfeli geweckt wurde, wie früher, war ich mehr als glücklich, dass es Dinge gibt, die sich auch nach Jahren nicht geändert haben.

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Zum Frühstück genossen wir das hausgemachte Bircher Müsli und die wunderbaren Gipfeli mit Butter und Konfitüre.

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Hier habe ich für Euch ein Rezept für ein Bircher Müsli:

Bircher Müsli:

Zutaten:
– 2-3 kleine Äpfel oder ein grosser Apfel samt Schale und Kerngehäuse
– 1 EL Haferflocken zwölf Stunden vorgeweicht in drei Löffel Milch
– 1 EL geriebene Baum- und Haselnüsse sowie Mandeln
– 1EL  gezuckerte Kondensmilch
– Honig oder Zucker
– Saft einer halben Zitrone

Zubereitung:
Kurz vor dem Essen die Haferflocken mit Kondensmilch und dem Zitronensaft vermischen. Die gewaschenen, ungeschälten Äpfel hineinreiben und alles sofort miteinander vermischen. Wichtig ist, dass die Zubereitung unmittelbar vor dem Essen erfolgt.

Es war ein wunderschöner Ausflug in die Vergangenheit. Hoffentlich gibt es ein Wiedersehen!

ALLEGRA!!!

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Kontakt
Hotel Klarer
CH-7524 Zuoz
T +41 81 854 06 06
info@klarer-zuoz.ch
http://www.klarer-zuoz.ch

Gersauer Käsekuchen – Eine Delikatesse vom Vierwaldstättersee

Auf unserem Weg ins Tessin, legten wir einen Zwischenstopp in Gersau am Vierwaldstättersee ein. Gersau ist ein idyllischer kleiner Ort und wird aufgrund seiner romantischen Lage am Südhang der Rigi und am Vierwaldstättersee gerne auch als „Riviera der Zentralschweiz“ bezeichnet.

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Im Dorfkern von Gersau befindet sich das Gasthaus Tübli, ein geschichtsträchtiges Haus aus dem Jahr 1755 mit ruhigen Zimmern im alpenländischen und im „Heidi“ Stil, typischer Schweizer Gastrokultur und saisonaler Schwyzer Küche.

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Man ist, was man isst. In diesem Sinne möchte «ächt SCHWYZ» Gäste des Kantons Schwyz einladen, die Region Schwyz über den Magen kennenzulernen. Über 40 Restaurants, darunter auch das Tübli, – verteilt im ganzen Kanton Schwyz – bieten auf ihren Menükarten schwyzerische Gerichte an. Die einen kochen traditionell, die anderen lassen sich von althergebrachten Rezepten inspirieren und kreieren neue Gaumenfreuden. Sie alle arbeiten mit lokalen Metzgern, Jägern, Fischern oder Bauern zusammen. So ist das Ergebnis auf dem Teller «ächt SCHWYZ».

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Nachdem wir bereits vor einigen Jahren Gäste im Tübli waren und dort ein solch ausgezeichnetes Cordon Bleu gegessen hatten, welches uns noch so prägnant in Erinnerung geblieben war, dass wir unbedingt noch einmal in den Genuss dieser wirklich guten Küche kommen wollten, planten wir unseren Halt in Gersau bewusst ein.

Aufgrund der lauschigen Temperaturen, entschieden wir uns anstelle des Cordon Bleus für eine Spezialität des Ortes, den Gersauer Käsekuchen. Und wurden auch dieses Mal nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil.

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Das Rezept ist, wie man es von Schweizer Gerichten erwartet, ein Angriff auf unsere Hüften. Aber dieser Käsekuchen schmeckt einfach so teuflisch gut, dass ich Euch dieses Rezept nicht vorenthalten möchte.

Zutaten Gersauer Käsekuchen:
400 g ungesüßten Hefeteig (Brot- oder Brötchenteig)

Zutaten Belag:
300g Käse gerieben (Emmentaler, Gruyere, Sbrinz)
100ml Milch
100ml Sahne
3 Eier
½ TL Salz, Pfeffer und etwas geriebene Muskatnuss
Kümmel nach Geschmack

Zubereitung:
1. Den Hefeteig auf einem Blech ausrollen, dabei einen Rand andrücken, mit einer Gabel mehrmals einstechen und zugedeckt nochmals gehen lassen (ca. 15 Minuten).

2. Käse darauf verteilen und Kümmel darüber streuen. Milch, Sahne und Eier verquirlen,
Salz, Pfeffer und Muskatnuss unterrühren, vorsichtig über den Käse giessen.

3. Den Kuchen 20-30 Minuten in der Mitte des auf 220° vorgeheizten Ofen goldbraun backen

TIPP: Der Gersauer Käsekuchen ist am bekömmlichsten, wenn man dazu einen grünen Salat mit einer einfachen Vinaigrette genießt.

Gasthaus Tübli Gersau
Ralph Zuberbühler & Angelina Kurath
Dorfstrasse 12
6442 Gersau
info@gasthaus-tuebli-gersau.ch
+41 (0)41 828 12 34
FAX +41 (0)41 828 12 38

 

Marillenknödel mit Vanillesauce und Bröseln- ein Festmahl für Groß und Klein

Meine Großmutter konnte die besten Marillenknödel der Welt zubereiten. Mindestens einmal im Jahr gab es diese köstlichen Knödel getränkt in Vanillesauce und bedeckt mit einem großen Haufen Bröseln. Wir Enkelkinder liebten diese Mehlspeise. Vor wenigen Tagen hätte meine Großmutter ihren Geburtstag gefeiert und so machte ich für die Familie die Marillenknödel so wie ich sie in Erinnerung hatte.

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Zutaten:
Knödelteig
250 g Topfen-Quark
200 g Mehl
ca. 60 g zimmerwarme Butter
1 Pkg. Vanillezucker
2 Eier

Vanillesauce:
1 Päckchen Soßenpulver „Vanillegeschmack“ (für 500 ml Milch; zum Kochen)
2 EL Zucker
500 ml Milch

10 kl. Marillen (Aprikosen)
10 Stück brauner Würfelzucker

Brösel
100 g Butter
100 g Semmelbrösel
Zucker

Zubereitung:
Die weiche Butter mit Vanillezucker schaumig rühren. Die Eier mit Topfen und Mehl einrühren und alles zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Zu einer Kugel formen, in Folie wickeln und am besten über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.

Für die Vanillesauce Soßenpulver mit Zucker mischen. Nach und nach mit 100 ml Milch glatt rühren. 400 ml Milch aufkochen, vom Herd ziehen, Soßenpulver einrühren. Unter Rühren einmal kurz aufkochen. Unter häufigem Rühren erkalten lassen.

Kerne aus den Marillen entfernen. In jede Marille ein Stück Würfelzucker geben.
Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einer ca. 5 cm dicken Rolle formen. Mit einem Messer Scheiben davon abschneiden und diese in der Handfläche etwas flachdrücken. Marillen auflegen, Teig zusammenschlagen und gut verschließen. Mit bemehlten Händen zu Knödeln formen und auf ein ebenfalls bemehltes Brett legen.

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In einem großen Topf reichlich, nur leicht gesalzenes Wasser aufkochen. Marillenknödel einlegen und 10– 20 Minuten leicht wallend ziehen lassen. Währenddessen ab und zu behutsam umrühren, damit sich die Knödel nicht anlegen.

 

Für die Garnitur Butter in einer Pfanne schmelzen. Semmelbrösel zugeben und goldgelb rösten. Gegen Schluss kräftig zuckern.

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Fertig gegarte Knödel vorsichtig herausheben, mit Vanillesauce bedecken und danach mit Semmelbröseln bestäuben.

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Ein Festessen für Groß und Klein.

 

„Afternoon Tea“ im Gartenpavillon von Annette von Droste-Hülshoff in Havixbeck

Vergangenes Wochenende fuhren wir mit der Großfamilie ins wunderschöne Münsterland und begaben uns auf die Spuren der berühmten Dichterin Annette von Droste-Hülshoff. Wir trafen uns auf Burg Hülshoff im wunderschönen Havixbeck.

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Hier wurde Annette von Droste-Hülshoff 1797 geboren und hat hier und im benachbarten Haus Rüschhaus einige ihrer berühmtesten Werke verfasst. Nach einem Rundgang durch das Droste Museum, machten wir uns auf den Weg durch die wunderschöne weitläufige Parkanlage zum Gartenpavillon. Dieser wurde 1804 erbaut durch den Coesfelder Dechanten Ferdinant von Droste. Der Onkel der Dichterin schuf hier einen Platz der Ruhe. Hier trank Annette gern am Nachmittag Tee und sammelte Kraft und Ideen für ihr literarisches Schaffen.

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Zunächst wurden wir mit einem Glas Sekt vor dem Pavillon begrüßt bevor wir ins Innere dieses historischen Ortes geführt wurden, wo wir einen liebevoll gedeckten Tisch mit einer reichhaltigen Teeauswahl und die zugehörigen Delikatessen wie englischen Teekuchen, Scones mit Lemon Curt und Erdbeerkonfitüre, Gurken- und andere Sandwiches nur für uns vorfanden.

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Ein jeder Platz war eingedeckt mit dem Gedichtblatt „Der Teetisch“, das aus der Feder von Annette stammt und einer leckeren Burg-Hülshoff-Praline. Ein großer Heißwasserbehälter war schon für uns angeheizt für den Tee. Dieser war in reichhaltiger Auswahl vorhanden. Der Orangentee hatte es uns besonders angetan.

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Die dazugehörigen Delikatessen waren auf Etageren und Tellern angerichtet. Die Delikatessen stammen aus der Fertigung des Küchenteams von Hülshoff.

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Wir konnten einen wahrlich gemütlichen und köstlichen Afternoon Tea in heimeliger Atmosphäre genießen. Da das Wetter mitspielte, konnten die Kinder vor dem Häuschen im Wald spielen. So kamen Groß und Klein vollends auf ihre Kosten.

 

Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses nostalgische Häuschen auch im Winter ein besonderes Erlebnis ist, wenn der Kamin im Innern sein Feuer entfacht hat.

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Wer fernab vom Trubel eine genüssliche Teestunde an einem historischen Ort erleben möchte, der sollte „Annettes Teehäuschen“ im weitläufigen Gelände der Burganlage von Schloss Hülshoff aufsuchen. Rund zwölf Personen können dort in gemütlicher Runde Teetrinken und englischen Kuchen essen. Wunderbar für Geburtstage, Hochzeiten, Familientreffen, Treffen mit Freunden etc.

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http://www.burg-huelshoff.de

 

Mein Mexikanischer Schichtsalat – und die bunte, frische, leckere „salatige“ Siesta kann beginnen…

Gestern hatte die Klasse meiner jüngsten Tochter zum Ende des Schuljahres ihr alljährliches Sommerfest. Zu diesem Anlass bringt jeder etwas für ein bunt gewürfeltes Buffet, das auf der Mitte des kleinen Schulhofs aufgebaut wird, mit. Um das Buffet herum werden Biertische und Bänke aufgebaut. Ein jeder sucht sich einen Platz und dann wird gemütlich gegessen, erzählt, gelacht und wieder gegessen… bis nur noch leere Platten, Körbe, Teller und Schüsseln da sind. Als ich da so gestern an dem Buffet stand, fiel mein Blick auf diesen wundervoll angerichteten mexikanischen Schichtsalat. So einen Salat hatte ich zuvor noch nie gesehen geschweige denn gegessen. Da er einfach so toll aussah, so frisch und lecker schmeckte, musste ich ihn heute unbedingt nachmachen…

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Zutaten:

750 g Rinderhack
Salz
Pfeffer
Paprika
400 g Sour Cream
2 EL weißer Balsamicoessig
200 g geriebener Cheddarkäse
2 Dosen à 425 ml Kidneybohnen
1 Dose 425 ml Mais
4 EL Hot Chili Sauce Mexican Style
500 g Strauchtomaten
1 reife Avocado
2 EL Limettensaft
1 kleiner Eisbergsalat
100 g Tortillachips

Zubereitung:
Das Rinderhack in der Pfanne krümelig anbraten. Mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen. Zur Seite stellen. Auskühlen lassen.

Sour Cream und Essig glatt rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Käse grob reiben.

Bohnen und Mais abspülen und abtropfen lassen. Beides mit Hot Chili Sauce mischen.

Tomaten waschen und würfeln. Avocado halbieren, entsteinen, Fruchtfleisch aus der Schale lösen und würfeln. Sofort mit Tomaten und Limettensaft mischen. Mit Salz und Tabasco würzen.

Salat putzen, waschen und in Streifen schneiden.

Vorbereitete Zutaten in eine große Glasschale schichten, dabei jede Schicht mit Sour-Cream-Dressing beträufeln.

Mind. 6 Stunden oder über Nacht kalt stellen.

Vorm Servieren mit Tortilla Chips bestreuen.

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Mehr als „nur“ Salat…

Mit der Grillsaison beginnt für viele die schönste Zeit des Jahres. So auch für meinen Mann. Es ist warm, wir halten uns viel unter freiem Himmel auf und wir genießen die Sonne. Da ist es natürlich kein Wunder, dass unser Appetit angeregt wird. Draußen im Garten sitzen, gemütlich etwas trinken, mit Freunden, der Familie oder den Nachbarn erzählen und dabei eine Kleinigkeit auf den Grill legen, das ist der Inbegriff von gemütlichen Beisammensein. Aber immer nur Knoblauchbaguette, Kartoffeln mit Dip und grünen Salat? Das wird auf Dauer langweilig. Dabei gibt es so viele köstliche und spannende Alternativen.

Hier habe ich für Euch drei tolle Salatkombinationen, die fantastisch zum Grillgut passen, die aber auch einzeln und für sich genommen, eine kulinarische Köstlichkeit darstellen und sich perfekt als gesundes Mittagessen oder leichtes Abendessen anbieten.

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Für den Salat aus Mango und Fenchel mit gerösteten Pinienkernen braucht Ihr zwei reife Mangos, in mundgerechte Stücke geschnitten und zwei Fenchelknollen, gekocht und in längliche Stücke geschnitten. Ein Dressing ist nicht nötig, da der Saft der Mango vollkommen ausreicht. Die Pinienkerne anrösten und großzügig über dem Salat verteilen. Wer möchte kann auch etwas Curry dazugeben.

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Für den orientalisch angehauchten Salat benötigt Ihr einen grünen Salat, eine rote Zwiebel in Streifen geschnitten, einen bunten Tomatenmix, ebenfalls in Streifen geschnitten, eine Gurke, in mundgerechte Stücke gewürfelt, Weintrauben, Walnüsse, gehackte Petersilie und Sumach . Sumach schmeckt leicht herb und säuerlich und verleiht dem Salat seinen unverwechselbaren Geschmack. Dazu gibt es ein Dressing aus Olivenöl und etwas Essig und fertig ist ein wunderbar köstlicher, fruchtiger und erfrischender Salat.

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Zu guter Letzt habe ich noch einen bunten Salat mit geröstetem Fladenbrot für Euch – Fattoush. Fattoush ist ein beliebter Salat der libanesischen Küche, der dank dem  Fladenbrot eine Extra Portion Knusper mit auf den Tisch bringt.

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Es gibt verschiedene Variationen von Fattoush. Immer zu finden im Salat ist Petersilie, Eisbergsalat, Tomaten, Gurken und natürlich Sumach.

Den Backofen auf 180 Grad heizen. Die hauchdünnen mit Olivenöl und Knoblauch eingeriebenen Fladenbrote darin 5 min rösten, bis sie knusprig sind, danach in mundgerechte Stücke brechen. In einer grossen Schüssel Gurke, Salat, bei Bedarf Radieschen, Zwiebeln, Granatapfel-Kerne und Fladenbrot-Stücke mischen. Mit einer Granatapfelreduktion, Olivenöl, Pfeffer und Salz mischen, Sumach großzügig darüber streuen, Petersilie dazugeben und genießen.

Ich wünsche Euch viel Freude beim Ausprobieren!!!!

Grüne Sauce – Diese klassische feine Kräutersauce ist mein Lieblingsbegleiter zu Spargel und Gegrilltem

Letztes Wochenende hatten wir Besuch und aufgrund des wunderbaren Wetters entschieden wir uns in puncto Essen ganz klar fürs Grillen. Nur was sollte es zum Steak geben? Da immer noch Spargelsaison ist, wollte ich gerne ein paar Stangen knackigen frischen Spargel, den uns meine Mutter aus Beelitz mitgebracht hatte, als Beilage zubereiten. Dazu sollte es Grüne Soße und Kartoffeln geben. Ich liebe Grüne Sauce. Sie schmeckt nicht nur zu Pellkartoffeln, sondern passt auch perfekt zu weißem Spargel und zu Steaks.

Wenn die würzigen Kräuter für die Soße gehackt werden, ist das Aroma, das dir in die Nase strömt, unvergleichlich. Vielleicht ist die feine Kräutersoße ja genau deshalb ein solcher Klassiker geworden!

2 kg neue Kartoffeln
1 Becher Saure Sahne
2 EL Mayonnaise
4 Eier
1 großes Bund gemischte Kräuter für Frankfurter Grüne Soße bzw. 150 g Kräuter (Kerbel, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer, Schnittlauch, Kresse und Borretsch)
2 Schalotten (kleine französische Zwiebeln)
1 Bund Radieschen

Kartoffeln waschen und mit Wasser und einem TL Salz in einem Topf auf den Herd stellen. Die Eier ebenfalls in einem kleinen Topf auf den Herd stellen und 10 Minuten hart kochen.
Die saure Sahne mit 2EL Mayonnaise miteinander vermengen, 1EL Essig und 2EL Öl dazugeben, mit Salz &Pfeffer und 1 TL Zucker abschmecken. Die Kräuter waschen, trocknen, klein hacken zu der sauren Sahne dazu geben.
Die Schalotten in winzig kleine Würfelchen schneiden. Ebenso die abgeschreckten, gepellten Eier klein schneiden. Beides unter die Sauce rühren. Nochmals abschmecken und zu den Kartoffeln und dem Spargel reichen.

Guten Appetit!

Frikadellen á la Lafer „Johann Lafer kocht Leibgerichte – Genießen auf gut deutsch“ von 1999

Seitdem ich vorgestern gelesen habe, dass Johann Lafer und seine Frau Silvia die Stromburg in Stromberg nach 25 Jahren verlassen, werde ich immerzu von meinen Erinnerungen an die Stromburg eingeholt- an die Stromburg, an Stromberg, an Guldental, an meine damaligen Kollegen (zu einigen habe ich sogar immer noch Kontakt). Vor etwa 21 Jahren habe ich ein mehrmonatiges Praktikum an der Rezeption und im Bankettbereich auf der Stromburg gemacht. Im Anschluss daran wurde ich gefragt, ob ich Johann Lafers Assistentin (im Bild) in 30 Folgen der Kochsendung „Johann Lafer kocht Leibgerichte- Genießen auf gut deutsch“ sein wollte und mich um den Empfang und die Betreuung der Gäste vor Ort kümmern könnte. Das war lebendiges Küchenfernsehen realisiert durch die Zusammenarbeit von Johann Lafer, 3sat und „essen & trinken“. Ich sagte natürlich „ja“ und verbrachte daraufhin zweimal drei Wochen im TV-Studio in Guldental. Das war 1999. Damals war ich Anfang 20. Es war eine aufregende Zeit, reich an Erfahrungen gepaart mit sehr viel Arbeit und Spass.

 

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Eigentlich hätte ich heute Wiener Schnitzel mit einem lauwarmen Kartoffel-Gurkensalat á la Lafer machen sollen -so wie ich es aus der „Turmstube“ noch kenne- aber ich entschied mich kurzer Hand für die Frikadellen aus dem zu der Kochsendung erschienenen Kochbuch von „essen & trinken“.

Frikadellen für 4 Personen:
100 g altbackene Brötchen
60 g Zwiebeln
500 g gemischtes Hackfleisch
500 g ungewürztes Schweinemett
3 Eier
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
30 g Butterschmalz
½ Bund Petersilie
20 g Butter

So wird`s gemacht:
1. Brötchen entrinden und in kaltem Wasser einweichen. Zwiebeln pellen und fein würfeln.
2. Hackfleisch mit Mett, Eiern, Zwiebelwürfeln und den ausgedrückten Brötchen zu einer glatten Masse verkneten. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Aus der Masse 12 gleich große Frikadellen formen.
3. Das Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen. Die Frikadellen bei mittlerer Hitze rundherum 8-10 Minuten braten. Petersilie abzupfen und fein hacken. Nach Ende der Bratzeit die Butter und die gehackte Petersilie dazugeben. Dazu passen Bratkartoffeln.
Bei uns gab es dazu einen Kartoffelstampf mit Blattspinat. Köstlich!

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Mandarinen-Schmand-Kuchen – So kann Glück schmecken

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Nachdem wir auf Norderney den Mandarinen-Schmand-Kuchen aus der Bäckerei des Insellofts kennen gelernt, der mit Abstand der beste Mandarinen-Schmand-Kuchen war, den wir je gegessen hatten, nahm ich mir fest vor, mich auch einmal an einem solchen Kuchen zu versuchen und begeisterte mit dem Ergebnis nicht nur mich, sondern meine ganze Familie.

Zutaten für 12 Stück:
300 g Mehl
125 g Puderzucker
1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
2 Eigelbe
2 TL Backpulver
125 g Butter, weich
500 ml Milch
125 g Zucker
2 Päckchen Vanillepudding-Pulver
600 g Schmand
1 große Dose Mandarinen
Butter zum Einfetten

Zubereitungszeit:
Für den Teig Mehl in eine Schüssel geben und mit Puderzucker, Bourbon-Vanillezucker, Butter, den beiden Eigelben und Backpulver zu einem glatten Teig verarbeiten. 20 Minuten an einem kühlen Ort ruhen lassen.

Währenddessen die Creme zubereiten: Milch aufsetzen und den Zucker sowie das Puddingpulver einrühren. Anschließend Schmand hinzugeben und rühren, bis eine homogene Masse entstanden ist. Mandarinen abtropfen lassen und vorsichtig unterheben.

Eine Springform mit Butter einfetten und den Teig hineindrücken. Einen Rand hochziehen. Schmand-Creme hinzugeben und glattstreichen.

Kuchen im auf 170 Grad vorgeheizten Ofen 70 Minuten backen lassen – dann aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen.

Mit Puderzucker bestreuen und servieren.

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Milchreis mit Erdbeeren – Ein Ausflug an die Nordsee

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Bei Milchreis muss ich immer an die Nordsee, an Norderney, an lange Strandspaziergänge, an Sandburgen, an viele glücklich verlebte Ferien, an meine Kindheit, meine Großmutter und an ein Erlebnis mit meiner Mutter in der „Milchbar“ denken. Die „Milchbar“ ist ein Bistro/Restaurant/Café direkt an der Strandpromenade auf Norderney. Dort gibt es mit den besten Milchreis der Insel. Als ich mit meiner Mutter einmal dort war, häufte sie sich auf ihre Milchreisportion einen Löffel Zimt und anschließend Unmengen an Zucker. Ich schaute etwas verwundert auf den Zuckerhaufen und dachte schon, dass sie vielleicht in Gedanken war und unbewusst, den Zucker darauf gehäuft hätte…Gespannt wartete ich ihre Reaktion beim ersten Löffel ab. Sie schaute glücklich. Restlos glücklich. Als ich sie fragte, ob es nicht etwas zu viel Zucker sei, antwortete sie nur „Knirschen muss es zwischen den Zähnen, so richtig knirschen. Und das tut es! So muss es sein!“

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Hier kommt eine Zubereitungsweise mit weitaus weniger Zucker, aber Ihr könnt selbst bestimmen, wie Ihr Eure Portion veredelt:

Zutaten:

1 l Frische Vollmilch
250 g Milchreis
2 Packungen Vanillin-Zucker
1 EL Zucker
Erdbeeren
1 TL Zimt

Zubereitung:

Milch, Reis, Vanillin-Zucker und 1 EL Zucker in einem Topf unter Rühren aufkochen. Zugedeckt bei schwacher Hitze ca. 30 Minuten quellen lassen. Dabei ab und zu umrühren.

Erdbeeren waschen, vierteln und in eine Schale geben.

Milchreis und Erdbeeren anrichten und mit dem Zimt-Zucker bestreuen.

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