Crêpes, Crêpes, Crêpes und noch mal Crêpes …

 

Die Bretagne ist neben den Meeresfrüchten auch die Heimat der französischen Crêpes und Galettes. Während Crêpes aus hellem Teig gebacken und ausschließlich süß gefüllt werden, bestehen die herzhaften Galettes aus dunklem Buchweizenmehl. Traditionell ist die Galette „complète“ mit Schinken, Käse und Ei belegt. Originelle Crêperien füllen ihre Galettes auch gern mit Ziegenkäse und Feigenkonfitüre; der Fantasie sind hier wahrlich keine Grenzen gesetzt. Die Crêpes in der Bretagne haben bei weitem nichts mit den Crêpes zu tun, die wir zu Hause auf dem Weihnachtsmarkt oder auf anderen Märkten angeboten bekommen. Hauchdünn müssen sie hier sein. Da es uns als Kochbegeisterte natürlich immens interessierte, wie der herkömmliche echte bretonische Crêpe bzw. Galette zubereitet wird, beschlossen wir an einem 3-stündigen Crêpes- Workshop in der Crêpes- Schule von Monsieur Yvan Cotto am Phare d`Eckmühl in Penmarch teilzunehmen. Die Crêpes- Schule ist von Montag bis Samstag von 8 Uhr bis 12 Uhr nach telefonischer Terminabsprache geöffnet. Der Kurs kostet € 49. Darin ist die Zubereitung der süßen und herzhaften Crêpes enthalten, welche man dann mit nach Hause nehmen darf, um sie nach Lust und Laune zu belegen.

Mit vier weiteren Kochschülern starteten wir an einem Mittwochmorgen bereits um 8.45 Uhr mit dem Kurs. Herr Cotto stellte uns vorab die Rezepte für den süßen und den herzhaften Crêpes vor und führte uns ruhig und äußerst fachkundig in die Welt der Crêpes ein.

So schlicht die wenigen Zutaten für richtige bretonische Crêpes und Galettes auch sein mögen, so schwierig kann es sein, diese superdünn und in schneller Folge richtig zu backen. In der Bretagne sagt man deshalb auch. „Die ersten Galettes bekommt der Hund“.

Der Kurs hat großen Spass gemacht, auch wenn aus uns sicher kein Crêpes-Meister wird, dafür müsste man sich länger als drei Stunden mit dem perfekten Crêpes befassen. Aber wer weiss….

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Auf jeden Fall bekam jeder Workshop-Teilnehmer am Ende des Kurses ein kleines Diplom überreicht. Der Kurs ist absolut empfehlenswert für jeden der Spass am Kochen und an der bretonischen Küche hat.

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Adresse

L´Atelier du Phare (École de Crepes)
731 Rue du Phare, 29760 Penmarch
Téléphone Yvan Cotto
0033 6 77 42 35 74

http://www.atelier-du-phare.fr

Genussreise durch die Bretagne – Besuch des Austern-Restaurants „Chez Jacky“ in Riec-sur-Belon

Es ist schwierig ein Restaurant in der Bretagne zu finden, mit einer derart prächtigen Kulisse wie das Restaurant „Chez Jacky“ in Riec-sur-Belon. Die Einrichtung des „Chez Jacky“ ist sehr urig. Ziemlich klein, viel maritime Deko, winzige aber massive Tischchen, wo man fast nicht weiss, wohin mit den Meeresfrüchten, die da gleich an den Tisch gebracht werden. Da das Restaurant aber auf drei Seiten verglast ist, gelangt viel Licht ins Innere und man hat einen fantastischen Blick auf den Belon und weiter bis zum Atlantik. „Chez Jacky“ ist in erster Linie eine Austernzucht. Hier werden nur Fisch und Meeresfrüchte serviert, und alles ist hervorragend frisch. Das Austernbecken liegt gleich nebenan. Eine bekannte Adresse der Region.

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Und das schon länger als ein Jahrhundert. Jacky war der Sohn von Jos und Germaine, der 1969 mit seiner Frau Sylviane das Unternehmen übernahm und aus der Austernzucht ein Austernrestaurant machte. Seit dem Tod ihres Mannes im Jahre 1985, führt Sylvaine das Restaurant weiter.

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Wer Krustentiere liebt, ist hier im 7. Himmel. Trotz einer großen Gästeschar eine unglaublich gut und freundlich arbeitende Bedienung, die Fruits der Mer frisch wie es frischer nicht geht und ein Traumblick aufs Wasser.

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Wir bestellten das Menü für € 29 nach der Empfehlung des Chefs:

Als Vorspeise gab es „3 Huitres plates *+ 3 Huitres creuses“

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Als Hauptgang folgte: „La St. Jaques á la Bretonne“

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Und zum Dessert: „Tarte Citron Meringuee“

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Dazu ein Sauvignon Blanc…Einfach himmlisch. Genau so und nicht anders würden wir das sofort wieder bestellen!

Chez Jacky
6 PORT DU BELON, 29340 RIEC-SUR-BELON
TELEFON : +33298069032
EMAIL : CHEZ.JACKY@WANADOO.FR
WEBSITE: : HTTP://WWW.CHEZ-JACKY.COM

Das Restaurant „L`Etrave“ – Wer in der Bretagne nach dem besten Hummer sucht…

Den Hochzeitstag meiner Eltern feierten wir im Restaurant „L`Etrave“ in Cléden-Cap-Sizun, etwa eine gute Stunde von Guilvinec entfernt. Meine Mutter hatte sich diesen besonderen Ort für diesen noch besonderen Anlass gewünscht.

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Wer in der Bretagne nach dem besten Hummer sucht, wird ihn sicher im „L´Etrave“ finden. Spezialisiert ist das Restaurant, das etwas ab vom Schuss liegt, inmitten wilder Natur und mit einem einzigartigen großartigen Blick aufs Meer, auf bretonischen Hummer und frische Fische.

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Das Restaurant wird nun schon in dritter Generation geführt. Die Sauce zum Hummer ist ein altes Familienrezept, welche so köstlich ist, dass die Leute allein schon wegen der Sauce bis ans Ende der Welt fahren, um in den Genuss dieser zu kommen.  Man kann entweder das Menü wählen oder einfach den Hummer allein. Wir wählten das Menü bestehend aus einer Variation an Gänseleber und dem bretonischen Hummer in Creme.

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Nach der Gänseleber bekam ein jeder von uns ein Lätzchen für den Hummer angereicht:

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Es war einfach köstlich …

… und so reichhaltig, dass wir leider von dem Käse-Angebot nur ein wenig nehmen konnten, wollten wir doch auch noch das Dessert „schaffen“.

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Dieses kulinarische Erlebnis bekam durch den direkten Meerblick, den wir durch unseren Fensterplatz erhielten, noch die entsprechende Optik. Und schließlich: Der Service war dem Ganzen angemessen: sehr freundlich, aufmerksam, unaufdringlich.

Es war einfach nur toll. Spitzenklasse.

Es war für uns eine wahre Freude zu sehen, wie schnell sich das Restaurant füllte und auf allen Tischen die dampfenden Kessel oder Tabletts mit Hummer standen, die Gäste mit ihren Fingern aßen und sich vor Wonne und voller Genuss diese abschleckten. Auch wenn sich dies nun vielleicht für den einen oder anderen Leser befremdlich anhört, so muss man dies einfach erlebt haben.

Auch die Kinder waren mit ihrem Kindermenü für 10 Euro rundum glücklich:

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In der Küche finden nur frische Produkte Verwendung und dem Gast wird hier im „L`Etrave“ der unglaubliche Reichtum der lokalen bretonischen Produkte gezeigt: Fisch, Krustentiere, Schalentiere, aber auch Heidehonig und vieles mehr.

Die Spezialität des Hauses ist ganz klar der bretonische Hummer. Ob gekocht im Kessel oder mit Sahne angereichert, hat es das Haus berühmt gemacht und erfreut tagtäglich die Gaumen seiner Gäste.

L`Etrave

Adresse: Kerbesquerrien, 29770 Cléden-Cap-Sizun
Telefon: 02 98 70 66 87

 

 

Crêperie „Amzer Zo“ am Hafen von Kerity

 

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Nach einem langen Spaziergang über den Küstenwanderweg von Guilvinec nach Kerity kehrten wir ein in die Crêperie „Amzer Zo“ direkt am Hafen.

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Die Speisenkarte enthält eine Fülle an Crêpevariationen -sowohl süß als auch herzhaft- und natürlich Muscheln. Wir waren wegen der Muscheln dort. Und diese waren einfach nur köstlich. Toll zubereitet in einem Sud aus Weisswein, Knoblauch, Zwiebeln und Petersilie. Meeresbrise und Möwengeschrei machten unsere Urlaubsstimmung komplett.

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31 quai du General de Gaulle

Port de Kerity, 29760

Penmarch, Frankreich
+33 2 98 58 85 45

Restaurant „Le Poisson d`Avril“ in Guilvinec

Das direkt an der Küste der Bretagne gelegene Restaurant „Poisson d’Avril“ bietet eine große Auswahl an Meeresfrüchten und nicht nur das, sondern dazu einen schönen Ausblick über das Meer und den Fischereihafen von Guilvinec.

Mit der Speisenkarte folgten gleich knusprige Cracker mit einer köstlichen Tapenade an den Tisch.

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Die Speisenkarte bietet eine große Bandbreite an Meeresfrüchten, die á la Carte oder als Menü gegessen werden können. Wer lieber Fleisch essen möchte, kommt hier natürlich auch auf seine Kosten. Und auch an die Kinder wurde gedacht. Mit einem auserwählten Menü. Nachdem wir unsere Auswahl getroffen hatten , wurde uns die Zeit mit einem schmackhaften Gänseleberespuma verkürzt.

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Dazu wurde saftiges frischgebackenes Landbrot mit gesalzener Butter serviert.

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Als Vorspeise gab es feinen geräucherten Schinken …

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Und als Hauptgänge folgten:

Bretonisches Hühnchen mit Auberginenmousse, Black Angus Entrecote und Langustinen

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Und auch für die Kinder gab es Hühnchen:

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Als Dessert folgte eine Sünde aus Schokolade und Kaffeeeis, eine Variation an Sorbets und eine Schokoladenkugel gefüllt mit Pistazienmousse, geeistem Tomatencoulis und Himbeermark, die mit einer warmen Himbeersauce am Tisch übergossen wurde:

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Und zu guter Letzt ereilte ein Teller mit lauter süßen Verführungen wie Aprikosenküchlein, geeiste Karamell-Tartelettes und Kaffeemarshmallows unseren Tisch:

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Fazit: Die Lage des Restaurants ist einfach grandios. Der Blick auf das Meer unbezahlbar. Das Essen ist fantastisch und die BIB Gourmand Auszeichnung absolut gerechtfertigt. Die Zubereitung der Speisen ist sehr sorgfältig und erfolgt mit viel Liebe zum Detail. Zudem finden fast ausschließlich frische, regionale Produkte den Weg in die Küche.

Wenn man fangfrischen Fisch und Meeresfrüchte in raffinierten Zubereitungsvarianten genießen möchte, ist man hier genau richtig!

Persönliche Anmerkung: In Bezug auf die Inneneinrichtung und die sanitären Anlagen würde ich mir eine Anpassung  an den hohen Anspruch, den die Restaurantinhaber an ihre Küche stellen, wünschen.

Adresse: 19 Rue de Men-Meur, 29730 Guilvinec
Telefon: 02 98 58 23 83

Genussreise durch die Bretagne – Die Bretagne schmeckt nach Salz, Fisch & Meer

Ein Besuch der Oceane Alimentaire in Penmarch lohnt sich für alle, die auf Fisch und auf Salz stehen… Hier kann alles, was der Atlantik zu bieten hat, gekauft werden.

Die Bretagne schmeckt nach Salz. In der aromatischen Meeresluft und auch in den regionalen Spezialitäten steckt viel von dem Mineral aus dem Ozean.
Das wohl berühmteste Salz der Bretagne trägt den weithin bekannten Namen „Sel de Guérande“. Auch wenn Guérande heute offiziell nicht mehr zur Bretagne gehört, war die Halbinsel traditionell das Zentrum der Salzproduktion im Nordwesten Frankreichs.Von Salz über Fischsuppe bis zur Sardinen-Rillette gibt es im Oceane Alimentaire alles, was das Herz begehrt. Auch kosmetische Artikel aus dem Meer können hier käuflich erworben werden. Ich habe dort u.a. eine Court Bouillon gekauft, die gleich am Abend zum Einsatz kam.  Eine Court Bouillon ist eine schnell gekochte Brühe, die zum Pochieren von Fisch oder Meeresfrüchten oder auch von Gemüse verwendet wird.

Wir bereiteten aus Möhren, Kartoffeln und Zucchini eine wunderbare Gemüsebeilage zum fangfrischen Fisch zu. Hierfür schälten wir das Gemüse, schnitten es in Würfel und gaben diese in eine Auflaufform. Von der Bouillon gab ich zwei Teelöffel in eine kleine Schüssel, goß etwa 1 Liter heißes Wasser hinein und rührte solange bis sich das Sel de Guérande komplett aufgelöst hatte. Die Flüssigkeit gab ich dann über das Gemüse und bestückte die Oberfläche großzügig mit Butter und einer Prise Zucker bevor ich die Auflaufform bei 220° Grad für 25 Minuten in den Ofen schob.

Das Gemüse schmeckte fantastisch zu den Krustentieren und dem fangfrischen Fisch.

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Genussreise durch die Bretagne – Penmarch

Unsere Genussreise durch die Bretagne führte uns unter anderem in die Strandbar „Chez Marie-Cath“ in Penmarch. Hier geht es recht lebhaft und zugleich äußerst entspannt zu. Man sitzt unter Pinien direkt am Meer und kann den malerischen Blick auf den weitläufigen Strand genießen.

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Die Auswahl an Crêpes und Galette ist mannigfaltig und es ist für jeden Geschmack –egal ob süß oder herzhaft- etwas dabei. Die servierten Speisen sind sehr gut zubereitet und es macht einfach Spass in dieser ungezwungenen Atmosphäre zu sitzen. Hier treffen sich viele Einheimische und Wassersportler auf einen Drink an der Bar oder zum lockeren Abendessen auf der Terrasse. Am Wochenende gibt es oft Live-Musik!

Unser Crepe mit gesalzener Butter und Honig und die Galette aus dunklem Buchweizenmehl mit Schinken und Käse, sowie mit Ziegenkäse, Honig und Salat schmeckten einfach nur köstlich.

 

„Chez Marie-Cath“ sollte man nicht verpassen.


La Paillotte „Chez Marie- Cath“
Plage de Porscarn, 29760 Saint-Guenole, Penmarch, Frankreich
+33 6 61 12 72 08

Das „Borchardt“- Die Institution am Gendarmenmarkt

Vergangenes Wochenende besuchten wir Freunde in Berlin. Samstagabend ging es ins legendäre Restaurant „Borchardt“ auf der Französischen Straße am Gendarmenmarkt. Es gilt als Institution und als Wohnzimmer der Filmszene sowie als Speisesaal der Politiker: Ins „Borchardt“ geht man, um sich zu zeigen und dabei zu sein – auch wenn manch einer behauptet, es sei wegen des Wiener Schnitzels.

Wir waren auf jeden Fall wegen des Wiener Schnitzels dort…welches zwar riesig groß erscheint, jedoch aufgrund der Tatsache, dass das Schnitzel ganz platt geklopft ist und lediglich von einer krossen, sehr dünnen Panade bedeckt ist, auch für eine Frau problemlos zu essen.

Seit 1895 ist das „Borchardts“ eine Instanz der Berliner Küche. Hier wird heute noch das Beste der Restaurant-Kultur von Damals serviert. Modern adaptiert feiern die hauseigenen Rezeptklassiker ein deutsch-französisches Revival auf den Tellern der Gäste.

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Modernes Kochen trifft auf traditionelles Gericht à la Wiener Schnitzel mit lauwarmen Kartoffelsalat.

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Von unserem Tisch im Innenhof konnten wir das herrlich bunte Treiben beobachten, die laue Sommernacht bei Campari Orange und knackig kaltem Sauvignon Blanc, dazu das Wiener Schnitzel mit lauwarmen Kartoffelsalat und Kalbspaillard mit Salat und im Anschluss Creme brullee sowie Schokoladensorbet mit Erdbeeren, inmitten einer illustren Gästeschar genießen.

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Es war ein wunderbarer Abend. Auch wenn das „Borchardt“ etwas Besonderes darstellt -mit äusserst sehr besonderen Gästen- fällt auf, dass die Berliner Gesellschaft chic, kreativ, bunt, schillernd und dazu etwas schräg ist, aber nicht im geringsten „snobby“.

Adresse: Restaurant Borchardt
Französische Straße 47
10117 Berlin-Mitte
Telefon: 030-81886262
Öffnungszeiten: täglich ab 11.30 Uhr; die Küche ist bis 24 Uhr geöffnet.

Kochabend in der Buchhandlung Bücherträume in Mülheim

 

Nachdem wir vor zwei Wochen unsere erste Lesung aus unserem „Original Ruhrpott“ Kochbuch in der Buchhandlung Bücherträume in Mülheim hatten, fand nun gestern ebenfalls in der Buchhandlung der Kochabend mit Rezepten aus dem Kochbuch statt.

Zehn Kochbegeisterte hatten sich zu dem Kochabend angemeldet und verwandelten die Buchhandlung in Windeseile in eine Großküche. Es wurden Zwiebeln geschnitten, Kartoffeln geschält, Äpfel geschält und in Scheiben geschnitten, Blutwurst in Mehl gewälzt….

Als Vorspeise gab es den legendären Dortmunder Salzkuchen mit Schinkenmett und Zwiebeln.

Als Hauptgang folgte der Ruhrpottburger aus Reibeplätzchen, Blutwurst, Apfelringen und Zwiebeln und nicht zu vergessen Rübenkraut…

 

 

Eine Herrencreme mit einem guten Schuss Rum und feinster Zartbitterschokolade bot den süßen Abschluss.

Gegessen wurde inmitten von Büchern und zwischen Kochen und Essen hatten wir genügend Zeit zum Stöbern und Querlesen.

Es war ein unterhaltsamer und lustiger Abend in geselliger Runde mit köstlichen Speisen und tollen Gästen und herzlichen Gastgeberinnen in einer gemütlichen und mit viel Liebe eingerichteten Buchhandlung.

Bücherträume OHG
Prinzeß-Luise Straße 9
45479 Mülheim an der Ruhr
Telefon 0208 – 821 461 84
E-Mail: info@buechertraeume.de
Web: http://www.buechertraeume.de

Zu Gast im Romantik Landhotel „Knippschild“ im Land der tausend Berge

Über Fronleichnam verschlug es mich ins von Dortmund nahegelegene Sauerland, vielmehr gesagt ins Land der tausend Berge. Ich konnte zwei wunderbare Tage im Romantik Landhotel „Knippschild“ verbringen. Das Hotel liegt inmitten des idyllischen, malerischen und 1000 Jahre alten Bergdorfs Kallenhardt.

Das Hotel ist eine Oase der Ruhe, es bietet viel Raum zum Relaxen, aber auch viele Angebote für Kultur, aktive Freizeit und Sport. Schon beim Betreten der Hotellobby spürt man die besondere heimelige Atmosphäre, die mit viel Liebe zu Detail, edlen Stoffen und hochwertige Hölzern geschaffen wird, aber auch durch die herzliche Begrüßung der Hausherrin.

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Bereits seit 1837 befindet sich dieses traditionsreiche Domizil in Familienbesitz. Unter der Leitung des perfekt eingespielten Teams um Annette und Klaus Knippschild, die das Vier-Sterne-Haus seit fast dreißig Jahren erfolgreich auf Kurs halten, hat sich das Hotel zu einer Adresse entwickelt, in der Wohlfühlen und Entspannen von der ersten bis zur letzten Minute Programm sind. Himmlische Zeiten kann der Gast im liebevoll originellem Saunadorf, mit drei verschiedenen Saunen  und gemütlichen Ruheräumen verbringen.

„Knippschilds – Leben lieben und genießen ”

Klaus Knippschild hat im Alter von 19 Jahren, nach seinem Abitur, seine Ausbildung zum Koch im ebenfalls im Sauerland ansässigen Jagdhaus Wiese begonnen. Später stand er u.a. in München in der legendären Aubergine von Eckart Witzigmann und in Baiersbronn im Restaurant Barreis am Herd. Ehefrau Annette Knippschild, im Haus für den umsichtigen Service und die Organisation zuständig, verdiente sich ihre gastronomischen Sporen u.a. im Zwei- Sterne- Restaurant Gala, Aachen, bei Johann Lafer und im Bankettbereich von Gerd Käfer in München. Knippschilds ehrliche, bodenständige und modern interpretierte Saisonküche lässt es zu keiner Jahreszeit an Genussmomenten mangeln.

Stärke der Knippschild-Küche sind Wild- und Fischgerichte sowie außergewöhnliche Kreationen, die in Anlehnung an die typisch Sauerländer Küche immer ein Stück Bodenständigkeit mit neuen Idee und Einflüssen aus aller Welt zu faszinierenden Geschmackserlebnissen veredeln.

Vor allem die Wildgerichte und die Tatsache, dass Klaus Knippschild nicht nur Gastronom, sondern zugleich Koch und Jäger ist, hatten mein Interesse im Vorfeld an dem Hause „Knippschild“ geweckt. Zum einen esse ich für mein Leben gern Wild und zum anderen recherchiere ich aktuell für einen interessanten Artikel über Jäger und Köche, der in Kürze im Westfalium Magazin erscheinen wird.

Am beiden Tagen konnte ich mich von der wunderbar schmackhaften Küche von Klaus Knippschild überzeugen.

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Gebackene Rehschnitzel mit Birnenspalten in Preiselbeerrahm, hausgemachte Spätzle und Blattsalate- einfach nur köstlich.

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Am nächsten Abend gab es in der sogenannten Romantikstube ein feines vier Gänge Menü. Begleitet wurde dies ausnahmsweise nicht von Wein sondern von dem Bier einer ortsansässigen Brauerei.

Die Vorspeise bestand aus Vitello Tonnato vom Wildschweinrücken mit Blattsalaten, Kapern und Thunfisch-Mayonnaise.

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Als Zwischengang wurde eine klassische Hochzeitssuppe mit Markklößchen, Flädle und Eierstich gereicht.

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Den Hauptgang krönte ein Ragout vom jungen Hirschen mit hausgemachten Spätzle.

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Und als süßer Abschluss gab es ein Schokoladenküchlein mit flüssigem Kern und Vanilleeis. Ein perfektes Essen.

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Ebenso angetan wie von den Kreationen der Küche bin ich auch von dem jungen aufmerksamen, kompetenten, unaufgesetzten und durch die Bank weg fröhlichen und netten Personal. Die Atmosphäre im Hause Knippschild ist sehr familiär. Es ist spürbar, dass hier „alle an einem Strang ziehen“ und das nicht erst seit gestern.

Kurz vor meiner Abreise, nach einem fantastischen Frühstück in der liebevoll ausgestatteten Bauernstube, konnte ich mich noch mit dem Hausherrn zu einem Interview zusammensetzen.

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Die Knippschilds sind leidenschaftliche Gastgeber, das ist mir sehr schnell klar. Sie investieren stets in Verschönerungsmaßnahmen des Hauses, um den Gästen mehr Komfort zu bieten und sind darum bemüht, den Service für die Gäste weiter auszubauen. Heimatverbundenheit und Traditionen, sowie die Erhaltung von Werten sind für sie von großer Bedeutung. Nicht zu vergessen, ist die große Portion Humor, gute Laune und Lebensfreude, die beide Knippschilds verbreiten.

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