Blog

La Boudons Frühling: Stielmus

Heute möchte ich Euch ein besonderes Rezept aus dem Anfang Mai dieses Jahres erschienenen „Original Ruhrpott“ Kochbuch (Hädecke Verlag, Weil der Stadt) von meiner Mutter und mir vorstellen.

ORIGINAL-RUHRPOTT-2018-2D
Foto von Hubertus Schüler, Bochum

Das appetitanregende Stielmus-Foto stammt -so wie alle anderen Foodfotos aus dem Buch- von Hubertus Schüler aus Bochum.

Stielmus, Strippmus, Rübstiel, Stängelrispen, Runkelstielchen, Köhlstille oder Streppmaut – für die jungen gestielten Blätter der Speiserübe gibt es viele Bezeichnungen. Sie wurde traditionell in den Gärten der Bergleute, im Schrebergarten oder in der Kleingartenanlage angebaut. Stielmus muss nach der Ernte rasch verwendet werden, da die dünnen Halme sehr schnell welken.

1 kg Stielmus
750 g halbfest kochende Kartoffeln
2 EL Butter
½ l Fleischbrühe
Salz und schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
150 ml Sahne

Vom Stielmus unten den dicken Strunk abschneiden, einzelne Stängel von welken Blättern befreien. Stängel klein schneiden, gut waschen und abtropfen lassen. Kartoffeln schälen und klein würfeln. Butter in einem Topf erhitzen, das Stielmus dazugeben und anschwitzen. Kartoffelwürfel hinzufügen und weitere 5 Minuten unter Rühren anbraten. Die Fleischbrühe angießen und auf kleiner Flamme ca. 30 Minuten weich kochen. Salzen und pfeffern, abschmecken und mit der Sahne verfeinert servieren.

TIPPS Die Fleischbrühe kann sowohl eine Rinder-, als auch eine Hühner- oder Kalbsbrühe sein. Wachsweich gekochte Eier oder kleingeschnittener Tafelspitz -so wie Inge, die Freundin meiner Mutter es liebt- passen gut dazu.

REZ-Stielmus-S66_RGB-72dpi
Stielmus, Foto von Hubertus Schüler, Bochum

Kleine Nähkästchen-Plauderei zum Stielmusfoto:
Alle Gerichte aus dem Buch sind genauso fotografiert worden wie sie gekocht worden sind und dabei haben nur die besten Zutaten den Weg ins Essen gefunden. Sogar die halben Eier im Stielmus kamen aus dem Superbiomarkt. Auf meine Anmerkung, dass das ja leider keiner vom Foto her schmecken kann, bekam ich von meiner Mutter als Antwort, dass das Eigelb aber eben eine andere Gelbschattierung habe als herkömmliche Eier.

autoren-ruhrpott-quer-CMYK-ORIGINAL-RUHRPOTT©haedecke-hubertus-schueler
Foto Hubertus Schüler, Bochum

 

Aktiver Familienkurzurlaub im Land des Hermanns

Vatertag fuhren wir mit Familie und Freunden ins wunderschöne Lipperland. Am Freitagmorgen trafen wir uns schon früh zu einem Aktivausflug der besonderen Art. Zu einer Draisinentour.

Etwas Kondition, eine gute Portion Muskelkraft und Freude an der Bewegung: Das sind die wichtigsten Voraussetzungen für eine Tour durch das schöne Extertal von Rinteln bis nach Alverdissen auf der Strecke der historischen Extertalbahn.

Also aufsteigen, Platz nehmen und los geht’s – 18 Kilometer lang ist die Strecke. Dieses hochmoderne Schienenfahrrad wurde bereits im Jahr 1817 erfunden. Damals diente die Draisine zum Transport und zur Streckenkontrolle, heute eher zum Vergnügen.
Damit die Strecke auf Dauer nicht allzu beschwerlich ist, sind alle Draisinen mit einem Elektromotor ausgerüstet, der nach Bedarf zur Unterstützung eingeschaltet werden kann.
Da es zu unserem großen Bedauern auf dem Weg nach Alverdissen leider keine große Auswahl an Einkehrmöglichkeiten (mehr) gibt, waren wir mit einem selbst organisierten Picknick hervorragend beraten.
Die Tour hat uns alle-sowohl groß als auch klein- restlos begeistert. Ein ganzer Tag an der frischen Luft mit Bewegung für alle, die wollten. Diejenigen, die lieber die Landschaft genießen und sich ausruhen wollten, konnten auf der gemütlichen Sitzbank Platz nehmen und sich durch das Extertal kutschieren lassen.
Das Streckenprofil:
Länge: 18,1 km Steigung
Gefälle: durchschnittlich 11 m pro 1.000 m
Fahrzeit: ca. 3 Stunden auf der Hinfahrt (Steigung) bei einer Geschwindigkeit von 6 km/h und ca. 1,5 Stunden auf der Rückfahrt (Gefälle) bei einer Geschwindigkeit von 14 km/h

Nach dieser wunderbaren Draisinentour, verspürten wir alle den Drang, uns an einem schönen Ort zu Kaffee und Kuchen niederzulassen. Wir steuerten kurzer Hand Liebharts Detmolder Fachwerkdorf am Fuße des Teutoburger Waldes inmitten des Industriegebiets am Gelskamp in Detmold an.

Im Zentrum des Detmolder Fachwerkdorfes befindet sich für Kaffee- und Teefreunde das „Dorflädchen“. In einem historischen Fachwerkhaus, welches ehemals im Lemgoer Ortsteil Hardissen stand, kann man auf zwei Ebenen ein vielseitiges Sortiment an Spezialitäten, wie ausgewählte Teesorten, feinste Backwaren, Fruchtschnitten und Riegel entdecken. Hier erhält man nahezu sämtliche Artikel der Firmengruppe Liebhart und natürlich gibt es auch Hausmannskost vom Bauernhof.

Hier werden die Gäste mit einem reichhaltigen Angebot an Kaffee- und Tee-Variationen, sowie ständig frischem Kuchen und Waffel-Spezialitäten verwöhnt. Außerdem laden leckere Eissorten zum Verweilen im kleinen Bauerngarten ein.

Wir erfreuten uns an diversen Limonaden- und Kaffeespezialitäten, sowie an Käse-Schmand-Torte, warmen Apfelstrudel und Rhabarberkuchen. Danach kehrten die Lebensgeister allmählich wieder zurück.

Wir schlenderten noch ein wenig durch das Fachwerkdorf und schauten uns natürlich auch das Herzstück des Fachwerkdorfes an, das „Sudhaus”. Ein grosses altes Bauernhaus, das früher einmal im Stadtteil Nienhagen stand. Hier wird der Gast mit kulinarischen Köstlichkeiten am offenen Kamin und auf drei Etagen mit Blick auf den Teutoburger Wald und das Hermannsdenkmal verwöhnt. Es gibt hier die Bierspezialitäten der Liebharts Privatbrauerei, die schräg gegenüber des Fachwerkdorfes frisch gebraut werden.

Liebharts Dorflädchen und Café-Stube
Am Gelskamp 15b
32758 Detmold
Tel. 05231-305121
Öffnungszeiten:
Montag & Dienstag: Ruhetag
Mittwoch-Sonntag: 14.00-18.00 Uhr

Am Samstag starteten die Kinder mit einer Reitstunde auf dem in Detmold nahegelegenen Reiterhof Wrobel, der von der sympathischen Familie Kampmeier geführt wird. Die Kinder waren begeistert. Sie durften sich vor ihrer Reitstunde mit den Pferden bekannt machen und beim Putzen helfen und konnten nach dem Reiten noch den Stall fegen und Möhren verfüttern. Bei unserem nächsten Besuch in Detmold werden wir sicherlich wiederkommen.

Reiterhof Wrobel
Hiddeser Str. 31
32758 Detmold

IMG-20180512-WA0012

Danach ging es zum malerischen Schiedersee. Der Schiedersee oder Emmerstausee ist ein Stausee an der Emmer. Er liegt in der Nähe der Stadt Schieder-Schwalenberg im Weserbergland. Angelegt wurde der ca. 90 ha große See zum Hochwasserschutz und zur Erholung für Jung und Alt. Der Schiedersee ist ein Ausflugsziel wie im Bilderbuch. Hier wird einfach jedem etwas geboten. Kinder können sich auf dem riesengroßen Spielplatz oder an dem ca.1200 qm großen Spielsee austoben. Für die größeren Besucher bietet der angelegte Strand einen Ort um die Seele baumeln zu lassen. Rund um den See ist ein ca. 9km langer Rundweg angelegt, der auch am Kneippkurort Glashütte mit seinem Tretbecken vorbeiführt. Langeweile kann aufgrund der Vielzahl von Freizeitangeboten kaum aufkommen und sollte es doch einmal passieren, kann man sich bei einer lockeren Tretbootfahrt in aller Ruhe „die Sonne auf den Bauch“ scheinen lassen. Außerdem besteht die Möglichkeit auf dem See zum Surfen und Segeln.

Am frühen Abend ging es für uns dann auf die Burg Schwalenberg. Nachdem die Burg viele Jahre leer stand, hat sie nun seit Ende letzten Jahres einen neuen Pächter gefunden. Der 29 jährige Lars Baumhauer hat dem altehrwürdigen Gebäude wieder Leben eingehaucht. Er kennt die Burg aus Kindertagen, da er gebürtig aus der Region stammt, jedoch die letzten Jahre als DJ und Veranstaltungstechniker mit eigener Agentur in Köln sein Geld verdiente. Neben einem Cafébetrieb mit Biergarten und gut bürgerlichen Speisen sollen besondere Veranstaltungen und Events wie Hochzeiten, Geburtstage oder Firmenfeiern in dem historischen Gebäude stattfinden, sowie Lesungen, Konzerte und Kulturabende. Seit dem 01. April hat die Burg Schwalenberg seine Pforten geöffnet. Am Samstagabend erwartete uns ein BBQ Event mit Live-Musik auf der wunderschön gelegenen Terrasse mit sensationellem Blick auf den Teutoburger Wald.

20180512_190810_1526310832576_resized.jpg

Die Live Musik wurde von Andi Seifert geboten.
Die Umschreibung authentisch, handgemachter und gelebter Rock’n Roll trifft wohl auf wenige Musiker so treffend zu, wie auf Andi ‚Stimmgabel‘ Seifert aus Paderborn.
Als Lead-Gitarrist der AC/DC Cover-Band Cheap Dirt ist er seit vielen Jahren überregional bekannt und eine absolute Ausnahmeerscheinung an der Gitarre. Er verkörpert das Original Angus Young so lebensnah, als wäre er persönlich anwesend.
Neben zahlreichen weiteren Band-Projekten ist Andi Seifert als musikalischer Leiter und Band-Leader des Schlosstheaters Marienmünster verantwortlich für ausgefeilte Arrangements und Top-Interpretationen ausgewählter Musikklassiker und am Samstag hat er als Solokünstler am auf der Burg Schwalenberg einige seiner Lieblingsstücke zum Besten gegeben.

Es war toll.
Sehr unterhaltsam waren auch die musikalischen und kabarettistischen Einlagen von „Oberkellner“ Wolf Dominicus, künstlerischer Leiter und Geschäftsführer des Schlosstheaters im Schafstall der Abtei Marienmünster.
Neben der ausgezeichneten Unterhaltung, muss ich aber noch das Steak mit Pommes und die Bratwurst im Brötchen erwähnen, die uns á la minute vom Chef persönlich gegrillt wurde. Das Grillgut schmeckte lecker.

Die Burg Schwalenberg ist wahrlich ein Hotspot für jedermann. Es war ein fantastischer Abend, mit gutem Essen, ausgelassener Stimmung, einem Wahnsinnsblick auf den Teutoburger Wald, toller Unterhaltung mit traumhafter Kulisse. Immer wieder gerne.

20180512_173812_1526310911347_resized

Burg 2
32716 Schieder-Schwalenberg
Tel. 05284 942428
Email: info@burg-schwalenberg.de

Rührkuchen: So einfach und so gut!

Gestern war der Geburtstag meiner jüngsten Tochter. Sie hatte sich einen Kuchen in Form eines Marienkäfers gewünscht. Nun muss man wissen, dass ich zwar leidenschaftlich gerne koche, mir jedoch beim Backen häufig die Ideen fehlen.

Also habe ich erst einmal einen klassischen Rührkuchen aus Eiern, Butter, Zucker und Mehl gebacken, verfeinert mit kleinen Schokoladenstückchen.

Zunächst nahm ich vier Eier von ungefähr 230 Gramm. 230 Gramm brauchte ich jeweils auch von den anderen Zutaten: Butter, Zucker, Mehl. Ich gab alles in eine Rührschüssel und schlug den Teig mit dem elektrischen Rührgerät für etwa 4 Minuten zu einem glatten sämigen Teig. Anschließend wurde eine runde Kuchenform mit Backpapier ausgelegt und leicht gebuttert. Den Teig gab ich in die Form und schob ihn bei 180° Grad in den Backofen. Dann musste der Kuchen gute 45 Minuten backen. Als der Kuchen schön goldbraun gebacken und oben aufgeplatzt war, nahm ich in raus und stellte ihn auf ein Gitterrost. Nach etwa fünf Minuten Ruhezeit hob ich ihn mit dem Papier heraus und ließ ihn auf einem Rost abkühlen.

Dann bestrich ich ihn mit einem Zuckerguss aus schwarzem Johannisbeersaft und Puderzucker und etwas Couverture und verzierte ihn mit Keksen und kleinen Zuckerherzen.

20180501_144225

Das Ergebnis konnte sich erfreulicherweise sehen lassen und schenkte mir das Schönste überhaupt- strahlende Kinderaugen. Ich bin gespannt, welches Tier demnächst auf meiner Agenda steht.

 

„Original Ruhrpott – The Best Food of the Ruhr Area“ – So schmeckt der Pott!

Nun dauert es nur noch knapp eine Woche und dann erscheint endlich das Kochbuch „Original Ruhrpott – The Best Food of the Ruhr Area“ von meiner Mutter und mir.

ORIGINAL-RUHRPOTT-2018-2D

So schmeckt der Pott! Das Beste aus der Küche zwischen Emscher und Ruhr, mit Anekdoten und Kulinarischem aus dem größten Ballungsraum Deutschlands auf deutsch und englisch.

Fotos © Hubertus Schüler aus Bochum.

Nun heißt es ab Mai: Rin inne Schürze und ran anne Pötte!

Zu dem Buch gibt es liebevoll ausgesuchte Accessoires wie unsere „Original Ruhrpott“ Schürze, das „Original Ruhrpott“ Grubentuch und die „Hömma – Original Ruhrpott“ Tasse.

Sommerlich kulinarische Inspiration für einen lauschigen Abend mit Freunden

Vergangenen Freitag hatte man das Gefühl, es sei nicht erst April, sondern bereits August. Bei lauschigen Temperaturen, einem kühlen Glas Wein und Kleinigkeiten von einem sommerlich inspirierten Buffet, konnten wir bis spät in die Nacht im Garten sitzen und bei Kerzenschein und Feuerschale einen ersten wunderbaren Sommertag genießen und ausklingen lassen.

IMG-20180420-WA0018_1524467121108

Im letzten Jahr hatten wir ein altes Holzbrett gekauft, auf dem früher Brot gebacken wurde. Dieses bestückte ich mit verschiedenen Käse- und Wurstspezialitäten, Melone mit Parmaschinken, Weintrauben, kleinen Honigtomaten, Antipasti-Gemüse und vielem mehr. Dazu reichte ich französische Butter und eine Auswahl an verschiedenen Broten des Traditionsbäckers Tollkötter aus Münster.

IMG-20180420-WA0015_1524467120761

Unsere Gäste waren begeistert. Und ich war es auch. Die bunte Vielfalt machte wahrhaft Freude und war eine wunderbare Alternative zu einem klassischen Menü.

(W)-Einkehrschwung an die Ahr

Jedes Jahr verbringen meine Mutter und ich ein Mutter-Kind-Wochenende zusammen. Nachdem es die letzten Jahre in den nördlichen Teil Deutschlands gegangen ist, haben wir uns in diesem Jahr für ein Wochenende an der Ahr entschieden.

IMG-20180413-WA0002

Freitagmittag kehrten wir in Brogsitter`s Kaminstube in Waldporzheim für einen kleinen Snack ein. Die Wände aus Schieferbruchstein und der offene Kamin strahlen eine rustikale Atmosphäre aus – einfach zum Wohlfühlen.

20180413_144129

Hier gibt es ländliche und regionale Gerichte und Vesper von der Stubenkarte. Wir entschieden uns für eine Spargelcremesuppe, dazu wurde ein kräftiges Landbrot gereicht. Die Suppe war sehr lecker, mit knackigen Spargelstückchen, was uns sehr gut gefallen hat.

Abends hatte ich einen Tisch im Restaurant Weinkirche reserviert. Die Weinkirche ist das ehemalige Kelterhaus des Weingutes Brogsitter aus dem Jahre 1246. Die dunklen Holz- und warmen Rottöne prägen den gemütlichen traditionellen Charakter der Weinkirche mit Empore.

Wir wählten als Vorspeise die Gänseleber mit Süßwein-Gel, Aprikosen-Chutney und Rosmarin-Feigen-Brioche und als Hauptgänge Spargel mit hausgemachter Sauce Hollandaise und Wiener Schnitzel und Geschmorte Ochsenbäckchen in Ahr Spätburgundersauce, Wirsing, Kartoffelpüree.

Durch die mit Lobeshymnen und hervorragenden Bewertungen versehene Küche, wurden bei uns falsche Erwartungen geweckt. Das Preis-Leistungsverhältnis sehe ich nicht als gerechtfertigt an. In einem Hause wie Brogsitter erwarte ich Speisen, bei denen man merkt, dass sie mit Liebe und Raffinesse zubereitet wurden. Leider fehlten mir diese Komponenten, die für mich eine gute Küche ausmachen, vollkommen.

Samstagmorgen fuhren wir nach einem ausgiebigen Frühstück nach Dernau und statteten dem Weingut Meyer-Näkel einen Besuch ab.

Nach einem erfolgreichen Einkauf einiger schöner Tropfen wie den Shiraz „Us de Kap“ und den Spätburgunder „Us de la Meng“ brachten wir das Auto wieder zurück zum Hotel in Waldporzheim und schlugen dann den Rotweinwanderweg ein, um zu Fuss über Marienthal nach Dernau in Meyer-Näkels Hofgarten zu wandern. Eine traumhaft schöne Route, teilweise etwas steil, durch die Weinberge bei schönstem Sonnenschein und guter Laune. Obwohl die Strecke nur 3 km lang ist, brauchten wir aufgrund der vielen Steigungen knapp 1 ½ Stunden, um an unser ersehntes Ziel zu gelangen.

Inmitten des romantischen Weindorfes Dernau liegt die Gutsschenke Meyer-Näkel: der Hofgarten. Direkt gegenüber der Kirche hat der Hofgarten ganzjährig von 11–23 Uhr geöffnet. Hartwig Näkel, der Bruder des „Rotwein-Papstes“ Werner Näkel, hat hier für seine Gäste ein einzigartiges Ambiente geschaffen.

Wir entschieden uns für den Übergrillten Ziegenkäse mit Ahornsirup und Pinienkernen und für den Ahrtaler Vesperteller mit Neuenahrer Rauchfleisch, Blauschimmelkäse, Weinstubenkäse, marinierten Champignons, Rauchforellenfilet mit Sahnemeerrettich, Brot & Butter.

Das Essen war köstlich und machte rundum glücklich. Das Sauerrahmeis mit Cashewkernen und Palatschinken vollendete dieses schmackhafte Mahl. Zurück gingen wir nicht den Rotweinwanderweg sondern den Ahrsteigwanderweg parallel oberhalb der Ahr.

Samstagabend besuchten wir als Abschluss eines wanderreichen Tages das Ausflugslokal „Altenwegshof“, was wir vormittags bereits auf unserer Strecke des Rotweinwanderwegs inmitten der phantastischen Weinbergslagen des „Marienthaler Rosenbergs“ oberhalb von Walporzheim und Ahrweiler, erblickt hatten. Umgeben von Weinbergen, Wald und Wiesen, bekommt man hier eine einmalige Aussicht geboten. Bei einem leckeren Glas Blanc de Noir und einem köstlichen knusprig gebackenen Flammkuchen sowie einer Ofenkartoffel mit Quark und Salat ließen wir den Tag ausklingen.

Die alten Gemäuer des Altenwegshof bieten neben einem urig eingerichteten Gastraum, einen Wintergarten mit großzügigem Panoramablick sowie eine große Außenterrasse inmitten uralter Linden auf der es sich im Sommer herrlich verweilen lässt.

20180414_122622

Zum Abschluss unserer Reise besuchten wir am Sonntagmittag noch Steinheuers „Next Door“. Neben der Gourmetadresse Steinheuers Restaurant und dem geerdeten Landgasthof Poststuben hat der Sternekoch Hans Stefan Steinheuer in seinem gegenüberliegenden Hotel Landhaus (auch Sitz der Kochschule) ein Restaurant eröffnet, das nur sonntags seine Pforten öffnet: Steinheuers Next Door. Hier werden rheinische Tapas, Suppen, Hauptgerichte und Desserts in angenehmer Atmosphäre serviert. Der Besuch war kulinarisch ein reinstes Geschmackserlebnis und auch der Service war sehr kompetent und gastfreundlich. Wir fühlten uns rundum wohl und konnten hier unser Wochenende mit Kalbstafelspitzscheiben mit grüner Sauce und Salat, Schweinebauch und Backe auf Rahmwirsing und Rhabarber mit weißer Schokolade und Mandeleis im Glas bestens beschließen.

 

 

 

 

Das „ESSZIMMER“ auf Norderney

Heute habe ich sozusagen eine „Gastempfehlung“ für Euch. Und zwar die Empfehlung meiner Mutter für das „Esszimmer“ auf Norderney, welches sie während ihres Aufenthalts auf der Insel Anfang des Jahres tief in ihr Herz geschlossen hat. Das „Esszimmer“ ist ein kleines, feines, sehr entspanntes Restaurant, das zu dem Konzepthotel „Inselloft“ gehört, einem Haus mit Geschichte und voller Ideen, lässig, luxuriös aber ohne Konventionen.

Ich hatte ihr im Sommer letzten Jahres das Buch „Gastfreundschaft“ – Miteinander kochen, genießen und leben von Elissavet Patrikiou geschenkt. In diesem Kochbuch ist auch Felix Wessler, Koch im „Esszimmer“, mit seinen Rezepten vertreten. Das Buch ist toll aufgemacht und so nahm sich meine Mutter vor, dem „Esszimmer“ bei ihrem nächsten Besuch auf der Insel einen Besuch abzustatten.

Aus einem Besuch wurden sechs Besuche innerhalb von acht Wochen, mit insgesamt zehn verschiedenen Gästen. ALLE waren vom Ambiente, dem ausgesucht höflichem und kompetenten Service, der Erlesenheit der Speisen, der Qualität der Produkte, der Bekömmlichkeit der Gerichte, der Zusammenstellung der Aromen, der Unaufgeregtheit des Küchenpersonals begeistert.

Felix bringt die Speisen, die für jeden Gast a point zubereitet werden, selbst an den Tisch und erläutert diese.

IMG-20180217-WA0041
Die Weinkellner geben auch, abseits der Weinempfehlungen auf der Karte zu den jeweiligen Gerichten, Empfehlungen nach Gusto, Bekömmlichkeit, Region und Ausbau. Ein in höchstem Maß kompetenter Service.

Das Wort GASTFREUNDSCHAFT hat hier eine besondere Note. Es wird versucht, auf jeden Gast in so einem Höchstmaß einzugehen, wie man es sonst nicht gewohnt ist. Es ist ein Besuch bei Freunden.

Die offene Küche lässt kaum Geheimnisse offen. Der Gast ist beim Kochen und Anrichten dabei. Felix erläutert auch gerne die Zutaten und die Arbeitsgänge, wie z.B. den kandierten Rotkohl, der zu einem Spekulatiuseis gereicht wurde.

Ich freue mich schon jetzt auf meinen nächsten Aufenthalt auf Norderney und einem Halt bei Felix Wessler.

La Boudons Ostermarmelade

Die Sonne geht auf- der Tag erwacht und eine Symphonie von Früchten stimmt auf den Frühling ein….

500 ml frisch gepresster Orangensaft

2 Bananen

1 Mango

1/2 kg frische Ananas

1750 g Gelierzucker

Mark von 2 Vanilleschoten

5 Päckchen Vanillezucker

Die Bananenscheiben im Orangensaft marinieren. Ananasstücke und Gelierzucker dazugeben und kräftig miteinander vermischen. Für eine Weile durchziehen lassen.

Das Vanillemark aus der Schote kratzen, mit dem Vanillezucker zu den Früchten geben.

Nach Wunsch die Früchte pürieren oder stückig lassen. Das Gemisch zum Kochen bringen. 4 Minuten sprudelnd kochen lassen, in Gläser abfüllen und mit dem Deckel fest verschließen.

Genießen!

Gebratener grüner Spargel mit schwarzen Oliven -einfach, gesund und gut

Gestern hatten sich Freunde zum Abendessen angekündigt. Es sollte ein feines Stück Rinderfilet geben. Doch was sollte ich dazu zaubern? Ich entschied mich für eine Beilage mit grünem Spargel.

20180324_190913

Ein wunderbares Frühlingsrezept mit grünem Spargel ist das Folgende:

2 Bund grüner Spargel

2 EL Olivenöl

Salz

5 EL Aceto Balsamico

2 EL schwarze Oliven ohne Stein

20 g gehobelter Parmesan

schwarzer frisch gemahlener Pfeffer

Den Spargel im unteren Drittel schälen, die harten Enden abschneiden. Die Köpfe auf einer Länge  von 7 cm abschneiden. Den Rest der Stangen längs halbieren.

Olivenöl in einer großen Schmorpfanne erhitzen, den gesamten Spargel hineinlegen, mit etwas Salz bestreuen und unter gelegentlichem Wenden in der Pfanne solange braten, bis der Spargel weich ist.

Den Spargel mit einem Schaumlöffel herausnehmen und auf einen Teller legen.

Balsamico in die Pfanne geben, die Oliven hinzufügen, unterrühren und alles über den Spargel geben.

Parmesan über den Spargel hobeln, etwas frisch gemahlenen Pfeffer darüber streuen und sofort servieren.

Dieses Gericht schmeckt köstlich als Beilage zu Gegrilltem oder ganz einfach mit etwas Baguette.

Waffeln mit Puderzucker und Schlagsahne machen einfach glücklich

Unter Frühlingsanfang verstehe ich ehrlich gesagt etwas anderes als das, was uns hier wettertechnisch derzeit im Ruhrpott geboten wird. Nieselregen und Kälte wecken nicht unbedingt Frühlingsgefühle.

Also musste etwas her, das den Kindern und mir heute den Tag versüßen sollte.

Waffeln.

20180321_164145

 

Kurzerhand holte ich das geliebte alte orangefarbene Waffeleisen meiner Großmutter aus dem Schrank und fertigte einen Waffelteig aus den folgenden Zutaten:

125 g weiche Butter
100 g Zucker
1 Abrieb einer Bio Zitrone
4 Eier
125 g Mehl
1 Tasse Milch

Alle Zutaten zusammen in eine Rührschüssel geben und mit einem elektrischen Rührgerät für ein paar Minuten auf höchster Stufe laufen lassen bis der Teig eine sämige Konsistenz erhält. Das Waffeleisen erhitzen und mit einer Schöpfkelle etwas Teig hineingeben und ausbacken bis die Waffel leicht bräunlich ist. Die Waffel herausnehmen und auf einem Kuchengitter etwas abkühlen lassen.

20180321_164126

20180321_164232

Die Waffeln mit Puderzucker bestäuben und mit einem Kleks steif geschlagener Schlagsahne genießen. Hmmmmmmmm…einfach himmlisch.

IMG_0258