LA BOUDONS 10 Fragen an …HOLGER BODENDORF, Landhaus Stricker, Sylt

Vor etwa einer Woche ergab sich ein sehr nettes und unkompliziertes Gespräch mit Holger Bodendorf. Holger Bodendorf ist Fernsehkoch, Sternekoch und Hotelier und noch viel mehr. Er ist ein richtiger Typ – smart, cool, sympathisch. Ein Perfektionist, Macher, Visionär, Unternehmer und Familienmensch.

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(Bild: Landhaus Stricker Sylt)

Am 7. Juni 1967 wurde Holger Bodendorf in Heiligenhafen geboren. Nach der Schule machte er eine Ausbildung zum Koch und schloss diese mit Auszeichnung ab. Nach einem ersten Abstecher auf die Insel Sylt, wo er im „Landhaus Stricker“ arbeitete, machte er unter anderem Station im renommierten 1-Sterne-Restaurant Landhaus Scherrer, im Hotel Atlantic Kempinski in Hamburg, im legendären Schweizer Zwei-Sterne-Restaurant Petermann´s Kunststuben in Zürich und bei Wolfgang Staudenmaier im ebenfalls mit zwei Sternen versehenen Da Gianni in Mannheim.

Im Jahr 1992 kehrte Holger Bodendorf wieder nach Sylt zurück. 1996 heuerte er im Restaurant Veneto im Hotel Windrose in Wenningstedt an und erkochte dort im Jahr 2000 seinen ersten Michelin-Stern. Seit 2001 leitet er das Fünf-Sterne-Superior-Hotel „Landhaus Stricker“ auf der nordfriesischen Insel. Als Gastgeber und Küchenchef ist Holger Bodendorf auch für die zwei Restaurants des Hauses verantwortlich: das SIEBZEHN84, in dem eine junge, leichte Küche ergänzt um die Klassiker des LANDHAUS STRICKER serviert wird, und das Gourmetrestaurant BODENDORF´S, in dem er eine südfranzösisch-mediterrane Küche anbietet.

Seit 2003 leuchtet über dem BODENDORF´S ein Michelin-Stern.

Dipl. Foto Designer
(Bild: Landhaus Stricker Sylt)

1. Wer oder was hat HB dazu inspiriert Koch zu werden?
Holger Bodendorf ist ein Arbeiterkind, der in einfachen Verhältnissen aufgewachsen ist. Seine Mutter hat den Beruf Köchin zwar gelernt, aber nie ausgeübt. Sie hat von jeher großen Wert auf eine ausgewogene Ernährung gelegt und hatte ein Händchen dafür auch einfache Gerichte so zu würzen und zu verfeinern, dass sie besonders schmeckten. Im Alter von 8 Jahren beschloss Bodendorf Koch zu werden.

2. Was macht das Leben und Arbeiten auf Sylt so besonders?
Im Jahr 1989 ist Bodendorf das erste Mal auf Sylt gestrandet und verbrachte dort die Sommersaison. Drei Jahre später kam er wieder und ging nie wieder fort. Nach der Arbeit kann man an einem Ort wie Sylt die Seele baumeln lassen, sich entspannen und an dem Urlaubsgefühl der Gäste teilhaben. Das ist sicher anders als wenn man in einer Großstadt arbeitet, wo es laut zugeht und der Alltag von Hektik und Stress geprägt ist. Ein Ort an dem man es hauptsächlich mit Menschen zu tun hat, die sich im Urlaub befinden, fällt das Arbeiten und das Entschleunigen entschieden leichter. Seit 25 Jahren nun schon hat er das Glück wie er sagt, an diesem Ort zu arbeiten und zu leben.

3. Was ist sein Lieblingsgericht?
Holger Bodendorf isst alles gern, was richtig gekocht ist. Das kann ein einfaches Gulasch sein, aber auch Schalen- und Krustentiere oder Oktopus nur um einige Gerichte zu nennen. Er isst selten Rinderfilet oder Steinbutt.

4. Auf welches Gewürz oder welches Kraut könnte HB niemals verzichten?
Sein absolutes Lieblingskraut ist Estragon. Estragon zeichnet sich durch einen kräftigen, etwas an Anis erinnernden Geschmack aus. Das intensive Aroma passt hervorragend zu Pilzgerichten und Fischsaucen.

5. Wie würde HB seine eigene Küche beschreiben?
Holger Bodendorf bezeichnet seine Küche als klassisch mediterran mit asiatischen Akzenten. Seine Gerichte zeichnen sich durch die Komposition mehrerer Bestandteile aus sprich ein Gemüse wird in drei oder vier verschiedenen Zubereitungsarbeiten auf dem Teller präsentiert- wie püriert, roh, mariniert. Gerne verfeinert HB seine Speisen mit der Zugabe von Sojasauce (HB ist Markenbotschafter von Kikkoman) um den Gerichten einen ganz anderen besonderen Geschmack zu verleihen. Die Geschmackserlebnisse bieten pure Lebensfreude und Genuss in drei Phasen „hinsetzen, abheben und glücklich sein“.

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(Rotbarbe, grüner Spargel, Dashi Fond und Aprikose Bild: FourMagazine)

6. Ein Koch, der für HB in jungen Jahren als Vorbild fungierte?
Sicher fungierte damals Eckart Witzigmann als Vorbild und auch Horst Petermann aus den Kunststuben in Zürich, wo HB selbst arbeitete. Über 20 Jahre lang gehörte Petermann der exklusiven Riege der 19-Punkte-Köche an. Er war dreimal „Koch des Jahres“, wurde 17 Jahre in Folge mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet und zählte als Meister der innovativ-klassischen Küche zu den besten Köchen der Schweiz.
Wolfgang Staudenmaier im ebenfalls mit zwei Michelin-Sternen versehenen Da Gianni in Mannheim zählt für HB jedoch zu den wichtigsten Größen. Die Erfahrungen aus dem DA GIANNI kombiniert mit seiner eigenen Kreativität sind der Ausdruck seiner mediterran-südfranzösischen Küche.

7. Woher bezieht HB seine Lebensmittel? Wie sieht es mit regionalen Produkten aus?
HB versucht auch viele regionale Produkte- soweit möglich- in seiner Küche zu verarbeiten. Kurze Lieferwege und der direkte Kontakt zu den Produzenten stehen hier hoch im Kurs. So bezieht er zum Beispiel die Kartoffeln von einem inselansässigen Bauer und auch das Lamm und die Austern kommen von heimischen Sylter Anbietern. HB setzt natürlich auf frische und hochwertige Produkte aus der Region und möchte eine nachhaltige Esskultur fördern. Aber es geht ihm auch darum Resourcen zu schützen. So gibt es auch tolle Produkte aus der Zucht wie Kingfish und Thunfisch die von Top Qualität sind und auf die er gerne bei der Zubereitung seiner Speisen zurückgreift.

8. Was macht für HB einen perfekten Arbeitstag aus?
Ein Tag ohne Ärger. Ansonsten ist jeder Tag ein perfekter Arbeitstag.

9. HB als perfekter Gastgeber, perfektionistischer Koch, innovativer Unternehmer?
Holger Bodendorf hat einen hohen Anspruch – nicht nur an sein Team sondern vor allem an sich selbst. Er ist jemand, der nur schwerlich zufrieden ist. Er brennt förmlich innerlich vor neuen Ideen und Inspirationen und sein freischaffender kreativer Geist muss sich entfalten können. Stillstand gibt es für ihn nicht. Er ist immerzu auf der Suche nach etwas Neuem und etwas Besserem. „Um das Beste zu erschaffen, bin ich sowie mein gesamtes Team jeden Tag aufs Neue motiviert und engagiert“ so Holger Bodendorf.

10. HB als Familienmensch?
Da er sich als Selbständiger seinen Arbeitstag halbwegs so einteilen kann wie er möchte hat er sich bewusst dazu entschieden, sich an drei Vormittagen in der Woche ausschließlich um seiner kleine Tochter zu kümmern während seine Frau unterrichtet. Er nimmt wichtige Termine erst nachmittags wahr und abends liebt er es in der Küche zu stehen und anschließend den Abend mit seinen Gästen in der Bar ausklingen zu lassen. Natürlich ist jeder Tag ein langer Tag, aber alles, was man gerne macht empfindet man nicht als Arbeit so sein Credo.

 

 

neysPLACE – Hot Spot am Yachthafen auf Norderney

Am Hafen sitzen, Yachten und Passanten angucken, den Sonnenuntergang genießen und ein Glas kühlen Sauvignon Blanc, einen Sanddorn Caipi oder auch Champagner dazu – was die Cote d’Azur kann, kann Norderney -eine der schönsten deutschen Inseln- schon lange.

Nach Umbau im Jahr 2015 ist im Süden der Insel, direkt am Seglerhafen- das „neysPLACE“ entstanden. Der neue Hotspot der Insel. Pächter ist Karl-Heinz Sigges, dessen Herz und Leidenschaft im Yachthafen zuhause ist.

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Eine geschützte Terrasse mit (fast) rundum-Meerblick, draußen wie drinnen eine gemütliche moderne Lounge-Atmosphäre. Eigentlich kann man hier als Gast von mittags bis abends sitzen. Die Karte bietet von Snacks über Speisen zu  „Noon“ (Mittag) und „Dinner“ (Abend) eine überwältigende Fülle. Alles frisch und regional gekocht mit hohem Anspruch – die Qualität der Küche ist aus dem „Stammhaus“, dem 4-Sterne-Superior Hotel „Georgshöhe“ bekannt. Ungezwungener Genuss und legerer Lifestyle in Verbindung mit stilvollem Ambiente. Hier werden Tradition und Moderne miteinander verknüpft.

Vor zwei Wochen kamen wir einmal mehr wieder in den Genuss, dort einen Abend zu verbringen, um den Geburtstag der Schwester meiner Schwägerin zu feiern. Wir saßen gleich an der großen Fensterfront und bekamen an dem Abend einen wunderbaren Sonnenuntergang geboten. Aber nicht nur das, sondern auch ein ausgezeichnetes Essen. Gegrüßt wurden wir aus der Küche mit frischem Brot und feinen Dipps. Dann ging es weiter mit einem ausgezeichneten Rindercarpaccio und dem Tartar vom Thunfisch.

Als Hauptgang gab es für mich die Tagesempfehlung den Schweinerücken mit Pfifferlingen und Kartoffelstampf.

Wahrhaft köstlich und äußerst schmackhaft. Ein feiner Geburtstagskuchen fungierte als Dessert und abgeschlossen wurde das wunderbare Essen mit einem Sanddornschnaps mit Sahne….einfach zum Wegfliegen.

Wir hatten einen rundum schönen Abend – es wurde viel gelacht und wir haben uns pudelwohl gefühlt. Dass hier viel Wert auf gepflegte Zwischenmenschlichkeit gelegt wird, erfährt der Gast im steten Austausch mit dem gutaufgelegten und herzlichen Service.

Kaffeegeniesserei bei Frau Rass

Bei Frau Rass in der Kaffeegeniesserei in der Bismarckstr. 5 auf Norderney bekommt man köstliche Kaffeespezialitäten aus der Hebelsiebträgermaschine. Dazu gibt es hausgemachten leckeren Kuchen und ein tolles Frühstück mit leckeren Sachen von der hiesigen und preisgekrönten Fleischerei Deckena, Bio-Ei, hausgemachten Frischkäse-Dips, Marmeladen, das Brötchen noch aus einer echten Norderneyer Backstube, der Käse ebenfalls biologisch, genau wie der Kaffee, die Milch und der Zucker. Nach Möglichkeit auch fair gehandelt.

Qualität hat für Frau Rass oberste Priorität. Denn jedes Café steht und fällt mit der Qualität des Kaffees. Als Kaffeepartner hat Frau Rass bewusst Daniel Moser gewählt. Die Marke Daniel Moser steht für außergewöhnliche Qualität – eine Essenz aus Wiener Kaffeehaus Tradition seit 1685, dem Know How von Spezialkaffeeröstungen sowie den besten Arabica Kaffeebohnen als Rohstoff.

Ein Besuch (beinahe fast täglich) bei der stets gut aufgelegten und herzlichen Frau Rass gehört für meine Mutter und mich zu einem Urlaub auf Norderney fest dazu. Der Latte Macchiato macht geradezu süchtig und auch die süßen kleinen Verführungen wie der Mandelkuchen. In dem kleinen aber mit Liebe eingerichteten Café sitzt man gemütlich an den kleinen Tischen oder direkt am Tresen. Blechschilder mit lustigen Sprüchen rund um das Thema Kaffee, Schokolade und Kuchen dekorieren die Wände. Bei Sonnenwetter kann man auf einladenden Sitzbänken angenehm draussen auf dem Gehweg sitzen. Die Kaffeegeniesserei hat Di-So 9-18 Uhr geöffnet. Montags Ruhetag.

 

Mehr als eine Bäckerei- Die Bäckerei im Inselloft Norderney

Die Bäckerei im Inselloft auf Norderney ist immer einen kurzen oder auch längeren Halt wert. Hier gibt es von Hand gebackene Brötchen, Brot und duftende Blechkuchen in erstklassiger Qualität. Das Geheimrezept: hochwertige Rohstoffe, handwerkliches Können, Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Durch die große Glasfront kann man den Bäckern beim Backen zuschauen.

Roggen- oder Weizenbrötchen, Croissants, Milch- und Rosinenbrötchen, Vollkornbrot, Trauben-Nuss-Brot oder auch Urkornbrot, hausgemachte Marmeladen, täglich wechselnde Blechkuchen, Kaffee & Espresso, natürliche Tees, Hundekuchen und feine Kekse – hier gibt es alles, was das kulinarische Herz höher schlagen lässt.

Der Latte Macchiato und der Zuckerkuchen am Nachmittag sind einfach nur eine Wucht und das frisch gebackene Urkornbrot mit Butter und Salz am Abend ein Genuss .

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 7:00 bis 17:00 Uhr
Montags ruht der Teig!

Nicht nur für die Hotelgäste – Frühstück im Esszimmer Haus 39:
Buffet & lange Tafel – natürlich mit frischem Backwerk, hausgemachten Marmeladen & Joghurt, Butter, Nordseesalami & friesischem Deichkäse, Kaffee, Tee, Saft.

 

Terreni alla Maggia in Ascona – Risotto und The Living Circle

Ascona ist immer eine Reise wert. Ob für einen Tag oder für eine Woche. Wir hatten leider nur ein paar Stunden, aber immerhin. Auf Anraten einer sehr guten Freundin, die in ihrer Kindheit und Jugend die Sommermonate immer in Ascona verbracht hatte, lernten wir den Landwirtschaftsbetrieb Terreni alla Maggia SA in Ascona kennen. Eier, Poulets, Früchte, Soja, Mais, Teigwaren, Mehl, Polenta und natürlich Wein finden seit Jahren reißenden Absatz. Darüber hinaus machte das 1930 gegründete Unternehmen in der jüngeren Vergangenheit immer wieder mit exklusiven Produkten auf sich aufmerksam.

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So ist es der einzige Betrieb in der Schweiz, der Reis anbaut. Der Anbau erfolgt seit 1997 auf der Landzunge zwischen Ascona und Locarno. Auf dem kiesigen, sandigen und teilweise lehmigen Schwemmland der Maggia herrschen ideale Bedingungen dafür.

Die besten Eigenschaften für den kommerziellen Anbau auf dem nördlichsten Reisfeld der Welt weist die Sorte Loto auf. Sie macht heute rund neunzig Prozent der 52 Hektaren umfassenden Reisfläche im Maggia-Delta aus. Der Loto-Reis, der sich gut für Risotto eignet, wird unter anderem den Chefköchen der gehobenen Gastronomie geliefert. Die Affinität des Agrarbetriebes zur Luxushotellerie hat Tradition, gehören doch die Terreni alla Maggia SA und das 5-Sterne-Hotel Castello del Sole der gleichen Gesellschaft.

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150 Hektar integrierte und nachhaltige Landwirtschaft fügen sich mühelos in eine der schönsten Naturlandschaften der Schweiz ein. Terreni alla Maggia kultivieren alles mit Respekt für die Landschaft. Vom Getreide bis zur Weinrebe sind alle Anbaugebiete im Einklang mit der Natur. Alle Lebensmittel sind nach den Richtlinien der nachhaltigen Produktion hergestellt.

Terreni alla Maggia haben sich auf den Anbau von ganz besonderen Produkten spezialisiert. Einige dieser Produkte sind beinahe in Vergessenheit geraten und waren sogar vom Aussterben bedroht, wie beispielsweise die Mais-Sorten “Rosso del Ticino” und „Millo Corvo“ oder die Bondola Traube, die nun wieder in den Terreni alla Maggia angebaut werden.

Im Shop findet man alles, was das kulinarische Herz begehrt. Abgesehen von Risotto, kann man hier Pasta, getrocknete Pilze, Pesto, Honigspezialitäten, Gebäck, Marmeladen, Olivenöl, Essig, Spirituosen und Weine kaufen.

Wahrlich ein Einkaufserlebnis der besonderen Art.

Gerne möchte ich zum Schluss noch „The Living Circle“ erwähnen. Hierzu gehören nicht nur die Terreni alla Maggia sondern auch das 5 Sterne Superior Hotel Castello del Sole in Ascona, das Restaurant Rustico del Sole über dem Lago Maggiore gelegen, das Restaurant Buech hoch über Herrliberg, der Bauernhof Schlattgut und das 5 Sterne Hotel Storchen Zürich mit seiner einzigartigen Lage direkt an der Limmat. The Living Circle ist weit mehr als ein Konzept. The Living Circle ist Lebenseinstellung und Philosophie zugleich. Es geht um die Definition von Wohlgefühl und Glück, um die Kraft der Natur und um die Schönheit und Authentizität der Umgebung. Das Ziel ist Lebensqualität.

Der wahre Luxus in der heutigen Zeit, definiert sich über Einfachheit und Authentizität, Zeit für das Wesentliche zu haben und dabei eindrückliche Erlebnisse für sich selbst oder mit Familie und Freunden zu geniessen. Dieser Ansatz gewinnt global immer mehr an Bedeutung und ist der Schlüssel zu einer direkten Beziehung zur Natur und zu den besonderen Orten an denen sich The Living Circle-Betriebe befinden. Die Angebote von The Living Circle, so einzigartig und unterschiedlich sie auch sind, passen perfekt in dieses Luxusverständnis.

Die Geschichte der Liegenschaften von The Living Circle führt hunderte von Jahren zurück. Erste Angaben über den Storchen Zürich reichen 660 Jahre zurück. Im Jahre 1532, der Verfolgung der Protestanten fliehend, errichtete Francesco Orelli ein festes Haus an dem Ort, wo sich heute im Maggia Delta das Castello del Sole und die Terreni alla Maggia befinden.

Alle diese Betriebe sind seit Jahrzehnten im Privatbesitz der Schweizer Familien Anda und Franz-Bührle. Ob direkt an der Limmat im Herzen von Zürich, in einem Privatpark am Lago Maggiore oder auf angrenzenden Höhen mit atemberaubendem Blick gelegen – alle Mitglieder des The Living Circle haben einen starken Bezug zur Natur und bieten ihren Gästen unvergleichliche Erlebnisse.

 

La Boudon`s Delicious Summer „Beerenpfannkuchen“

Rezept für 3 kleine Esser oder zwei große Esser

Beerenpfannkuchen

2 Eier

100 g Mehl

100 ml Milch

1 Hand voll Beeren (Blaubeeren, Himbeeren…)

1 EL Butter

Puderzucker

Ahornsirup

In einer Schüssel Eier schaumig schlagen. Milch und Mehl langsam einrühren.

Die Beeren waschen und unter den Teig rühren.

Die Butter in der Pfanne zerlassen. Mit einer Suppenkelle den Teig in die Pfanne gießen.

Die Pfannkuchen ein paar Minuten lang backen bis die untere Seite goldbraun ist. Mit dem Pfannenwender vorsichtig drehen und auch die andere Seite backen.

Die Pfannkuchen aus der Pfanne heben, mit Puderzucker großzügig bestäuben und mit etwas Ahornsirup beträufeln.

Diese Pfannkuchen schmecken kleinen und großen Leckermäulern. Sie erfreuen sich größter Beliebtheit bei meinen Kindern und deren Freunden.

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Ein unvergesslicher Kochabend – „Ticino con Amore“

 

Was gibt es Schöneres als mit der Familie und mit Freunden zu kochen? Einen Kochabend der ganz besonderen Art konnten wir im Tessin erleben als wir unseren Freund in dem kleinen verschlafenen Künstlerdorf Carona oberhalb des Lago Lugano besuchten.

 

In einem 400 Jahre alten Häuschen mit ebenso altem Kamin inmitten des Esszimmers beschlossen wir zu grillen. Bei lauschigen sommerlichen Temperaturen feuerten wir den Kamin an. Klingt verrückt? Das war es auch.

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Als Beilage zu dem fantastischen Fleisch, welches wir morgens in Lugano gekauft hatten, bereiteten wir ein wunderbares Ratatouille sowie mit Mozzarella überbackene Auberginen im Ofen zu. Ein Risotto mit mildem Gorgonzola durfte selbstverständlich nicht fehlen.

 

Als mein Bruder die Bilder unsers Kochabends sah, kommentierte er diese mit den Worten „Ticino con Amore“. Dem ist nichts hinzuzufügen.

 

Die Liebe zum Tessin, die Liebe zu den Menschen dort, die Liebe zum Essen und die Liebe zum Leben.

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Das sonnig-entspannte Lebensgefühl der wunderschönen Gegend lädt zum Genießen ein und spiegelt sich nicht zuletzt in den verführerischen Erzeugnissen der ortsansässigen Küche wider.

 

Grotto Pan Perdu in Carona

Ein wunderbarer von allerlei Pflanzen gesäumter Treppenaufstieg führte uns zur weinumrankten Terrasse des Grotto Pan Perdu.

Von der Pergola hingen neben den Trauben auch Maiskolben und bunte Fähnchen herab. Die mit rot-weiss-karierten Tafeldecken bedeckten Steintische, die frischen Blumen und dazu noch die wunderbare Tessiner Musik – das ist pure Gemütlichkeit.

Seit 40 Jahren schon heisst Giovanni Albisetti seine Gäste im urigen Grotto willkommen. Der leidenschaftliche Koch war früher ein bekannter Radfahrer.

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Die Küche bietet traditionelle Gerichte: einheimische Wurstspezialitäten, Risotto, Polenta und Spezialitäten vom Holzkohlegrill wie Rindsfilet, Rippchen und Hähnchen. Die Weinkarte ist reich an Tessiner und italienischen Weinen. Nicht entgehen lassen sollte man sich den Merlot del Ticino DOC, Riserva Giovanni Albisetti.

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Wir wählten als Vorspeise einen einfachen grünen Salat mit Tomaten und als Hauptgang die Rippchen. Diese waren eine wahrhaftige Sünde. Köstlich. Selten so spitzenmäßige Rippchen gegessen.

Das Grotto ist ein sehr heimeliger Ort, an dem man sich einfach nur wohlfühlt.

Die Mitarbeiter des Grotto sind allesamt herzlich und immerzu gut gelaunt, voller Lebensfreude und italienischer Leichtigkeit.

Grotto Pan Perdü
6914 Carona
+41 91 649 91 92

Öffnungszeiten:
von März bis Dezember geöffnet, Montag Ruhetag

Alpe Vicania – Erholung für Geist und Seele

Die Alpe Vicania in Vico Morcote ist immer wieder einen Ausflug wert. Während unseres 3-tägigen Aufenthaltes in Carona, besuchten wir auch die Alpe Vicania. Dieses Mal allerdings nicht mit dem Auto sondern zu Fuss. Eine einfache Panoramawanderung für die ganze Familie über dem Lago di Lugano von etwa einer guten Stunde. Von Caronas Ortskern aus geht es zunächst in Richtung Schwimmbad, und gleich auf der nächsten Anhöhe beginnt der botanische Park, der für Pflanzenfreunde ein echtes Paradies ist. Im Parco San Grato der von Zeit zu Zeit auch Austragungsort von Veranstaltungen ist, findet sich die zahl- und artenreichste Sammlung an Azaleen, Rhododendren und Koniferen der ganzen insubrischen Region. Von hier erreicht man auf einem breiten Spazierweg, dem Sentée Dal Alp Vicania, die Alpe Vicania. Anzuführen an dieser Stelle ist, dass festes Schuhwerk absolut empfehlenswert ist. Meine Ballerinas waren sicher nicht dafür geeignet.


Die Alpe Vicania ist ein kleines Bergparadies.

Sie trifft nicht nur den Geschmack von Wanderern und Bikern, auch Gourmets und Reiter fühlen sich hier wohl. 20170726_161823

An dieser exklusiven Lage schmeckt die authentische Tessiner Küche besonders köstlich. Nach dem schmackhaften Essen, wir hatten hausgemachte Focaccia mit Tomaten, ein feines Risotto und einen Apfelstrudel mit köstlicher Vanillesauce, waren die Batterien wieder aufgeladen.

Das Gasthaus hat seinen rustikalen Charme auch nach der Umwandlung von einer Osteria für Wanderer zum edlen Ristorante für Feinschmecker bewahrt.
Zurück nach Carona haben wir einen kleinen Schlenker über die antike Wallfahrtskirche der Madonna d’Ongero unternommen.


Der Spaziergang von Carona zur Alpe Vicania und wieder zurück nach Carona gibt interessante Einblicke in ein grünes und stilles Tessin. Grün wie die Wiesen der Alpe Vicania, auf denen freilaufende Pferde weiden. Still wie die engen Gässchen von Carona.

Ristorante Vicania
6921 Vico Morcote
Tel. +41 (0)91 996 12 30
Tel. +41(0)91 980 24 14
info@ristorantevicania.ch
Ruhetage sind Montag und Dienstag
Öffnungszeiten: 10.00 – 24.00 Uhr

Il Ritrovo in Porlezza direkt am Luganersee im Tessin

 

Auf unserer kulinarischen Reise durch das Tessin, machten wir auch einen kurzen Halt im “Il Ritrovo“, einem schnuckeligen Restaurant in Porlezza in unmittelbarer Nähe der Schweizer Grenze und direkt am wunderschönen Luganersee gelegen. 

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Das Restaurant kann sowohl mit dem Auto erreicht werden als auch –ganz romantisch- mit dem Boot.

 

Umgeben von Blumen und Palmen saßen wir auf der luftigen Terrasse und genossen den Blick auf den See.

 

Die Inhaber Claudio und Tino haben mit dem “Il Ritrovo” eine Oase der Ruhe und Gemütlichkeit mit hervorragender italienischer Küche geschaffen.

 

Unser Mittagessen bestand aus Carpaccio mit Senfsauce, Thunfischtartar und Nudeln mit Gambas, Tomaten und frischem Knoblauch. Jedes einzelne Gericht war mit viel Liebe zubereitet. Einfach aber köstlich. Das Preis-Leistungsverhältnis überraschte uns doch sehr. Die Pasta kostete soviel wie bei unserem Stammitaliener  zu Hause, € 12.

 

Ein kulinarischer Geheimtipp mit tollem Seeblick.

 

RESTAURANT-PIZZERIA „IL RITROVO“

 

bei Cini – 22018 Porlezza, Luganersee (Como)

 

Telefon 0039 – 0344 72360

 

e-mail: ristoritrovo@hotmail.it