Aktiver Familienkurzurlaub im Land des Hermanns

Vatertag fuhren wir mit Familie und Freunden ins wunderschöne Lipperland. Am Freitagmorgen trafen wir uns schon früh zu einem Aktivausflug der besonderen Art. Zu einer Draisinentour.

Etwas Kondition, eine gute Portion Muskelkraft und Freude an der Bewegung: Das sind die wichtigsten Voraussetzungen für eine Tour durch das schöne Extertal von Rinteln bis nach Alverdissen auf der Strecke der historischen Extertalbahn.

Also aufsteigen, Platz nehmen und los geht’s – 18 Kilometer lang ist die Strecke. Dieses hochmoderne Schienenfahrrad wurde bereits im Jahr 1817 erfunden. Damals diente die Draisine zum Transport und zur Streckenkontrolle, heute eher zum Vergnügen.
Damit die Strecke auf Dauer nicht allzu beschwerlich ist, sind alle Draisinen mit einem Elektromotor ausgerüstet, der nach Bedarf zur Unterstützung eingeschaltet werden kann.
Da es zu unserem großen Bedauern auf dem Weg nach Alverdissen leider keine große Auswahl an Einkehrmöglichkeiten (mehr) gibt, waren wir mit einem selbst organisierten Picknick hervorragend beraten.
Die Tour hat uns alle-sowohl groß als auch klein- restlos begeistert. Ein ganzer Tag an der frischen Luft mit Bewegung für alle, die wollten. Diejenigen, die lieber die Landschaft genießen und sich ausruhen wollten, konnten auf der gemütlichen Sitzbank Platz nehmen und sich durch das Extertal kutschieren lassen.
Das Streckenprofil:
Länge: 18,1 km Steigung
Gefälle: durchschnittlich 11 m pro 1.000 m
Fahrzeit: ca. 3 Stunden auf der Hinfahrt (Steigung) bei einer Geschwindigkeit von 6 km/h und ca. 1,5 Stunden auf der Rückfahrt (Gefälle) bei einer Geschwindigkeit von 14 km/h

Nach dieser wunderbaren Draisinentour, verspürten wir alle den Drang, uns an einem schönen Ort zu Kaffee und Kuchen niederzulassen. Wir steuerten kurzer Hand Liebharts Detmolder Fachwerkdorf am Fuße des Teutoburger Waldes inmitten des Industriegebiets am Gelskamp in Detmold an.

Im Zentrum des Detmolder Fachwerkdorfes befindet sich für Kaffee- und Teefreunde das „Dorflädchen“. In einem historischen Fachwerkhaus, welches ehemals im Lemgoer Ortsteil Hardissen stand, kann man auf zwei Ebenen ein vielseitiges Sortiment an Spezialitäten, wie ausgewählte Teesorten, feinste Backwaren, Fruchtschnitten und Riegel entdecken. Hier erhält man nahezu sämtliche Artikel der Firmengruppe Liebhart und natürlich gibt es auch Hausmannskost vom Bauernhof.

Hier werden die Gäste mit einem reichhaltigen Angebot an Kaffee- und Tee-Variationen, sowie ständig frischem Kuchen und Waffel-Spezialitäten verwöhnt. Außerdem laden leckere Eissorten zum Verweilen im kleinen Bauerngarten ein.

Wir erfreuten uns an diversen Limonaden- und Kaffeespezialitäten, sowie an Käse-Schmand-Torte, warmen Apfelstrudel und Rhabarberkuchen. Danach kehrten die Lebensgeister allmählich wieder zurück.

Wir schlenderten noch ein wenig durch das Fachwerkdorf und schauten uns natürlich auch das Herzstück des Fachwerkdorfes an, das „Sudhaus”. Ein grosses altes Bauernhaus, das früher einmal im Stadtteil Nienhagen stand. Hier wird der Gast mit kulinarischen Köstlichkeiten am offenen Kamin und auf drei Etagen mit Blick auf den Teutoburger Wald und das Hermannsdenkmal verwöhnt. Es gibt hier die Bierspezialitäten der Liebharts Privatbrauerei, die schräg gegenüber des Fachwerkdorfes frisch gebraut werden.

Liebharts Dorflädchen und Café-Stube
Am Gelskamp 15b
32758 Detmold
Tel. 05231-305121
Öffnungszeiten:
Montag & Dienstag: Ruhetag
Mittwoch-Sonntag: 14.00-18.00 Uhr

Am Samstag starteten die Kinder mit einer Reitstunde auf dem in Detmold nahegelegenen Reiterhof Wrobel, der von der sympathischen Familie Kampmeier geführt wird. Die Kinder waren begeistert. Sie durften sich vor ihrer Reitstunde mit den Pferden bekannt machen und beim Putzen helfen und konnten nach dem Reiten noch den Stall fegen und Möhren verfüttern. Bei unserem nächsten Besuch in Detmold werden wir sicherlich wiederkommen.

Reiterhof Wrobel
Hiddeser Str. 31
32758 Detmold

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Danach ging es zum malerischen Schiedersee. Der Schiedersee oder Emmerstausee ist ein Stausee an der Emmer. Er liegt in der Nähe der Stadt Schieder-Schwalenberg im Weserbergland. Angelegt wurde der ca. 90 ha große See zum Hochwasserschutz und zur Erholung für Jung und Alt. Der Schiedersee ist ein Ausflugsziel wie im Bilderbuch. Hier wird einfach jedem etwas geboten. Kinder können sich auf dem riesengroßen Spielplatz oder an dem ca.1200 qm großen Spielsee austoben. Für die größeren Besucher bietet der angelegte Strand einen Ort um die Seele baumeln zu lassen. Rund um den See ist ein ca. 9km langer Rundweg angelegt, der auch am Kneippkurort Glashütte mit seinem Tretbecken vorbeiführt. Langeweile kann aufgrund der Vielzahl von Freizeitangeboten kaum aufkommen und sollte es doch einmal passieren, kann man sich bei einer lockeren Tretbootfahrt in aller Ruhe „die Sonne auf den Bauch“ scheinen lassen. Außerdem besteht die Möglichkeit auf dem See zum Surfen und Segeln.

Am frühen Abend ging es für uns dann auf die Burg Schwalenberg. Nachdem die Burg viele Jahre leer stand, hat sie nun seit Ende letzten Jahres einen neuen Pächter gefunden. Der 29 jährige Lars Baumhauer hat dem altehrwürdigen Gebäude wieder Leben eingehaucht. Er kennt die Burg aus Kindertagen, da er gebürtig aus der Region stammt, jedoch die letzten Jahre als DJ und Veranstaltungstechniker mit eigener Agentur in Köln sein Geld verdiente. Neben einem Cafébetrieb mit Biergarten und gut bürgerlichen Speisen sollen besondere Veranstaltungen und Events wie Hochzeiten, Geburtstage oder Firmenfeiern in dem historischen Gebäude stattfinden, sowie Lesungen, Konzerte und Kulturabende. Seit dem 01. April hat die Burg Schwalenberg seine Pforten geöffnet. Am Samstagabend erwartete uns ein BBQ Event mit Live-Musik auf der wunderschön gelegenen Terrasse mit sensationellem Blick auf den Teutoburger Wald.

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Die Live Musik wurde von Andi Seifert geboten.
Die Umschreibung authentisch, handgemachter und gelebter Rock’n Roll trifft wohl auf wenige Musiker so treffend zu, wie auf Andi ‚Stimmgabel‘ Seifert aus Paderborn.
Als Lead-Gitarrist der AC/DC Cover-Band Cheap Dirt ist er seit vielen Jahren überregional bekannt und eine absolute Ausnahmeerscheinung an der Gitarre. Er verkörpert das Original Angus Young so lebensnah, als wäre er persönlich anwesend.
Neben zahlreichen weiteren Band-Projekten ist Andi Seifert als musikalischer Leiter und Band-Leader des Schlosstheaters Marienmünster verantwortlich für ausgefeilte Arrangements und Top-Interpretationen ausgewählter Musikklassiker und am Samstag hat er als Solokünstler am auf der Burg Schwalenberg einige seiner Lieblingsstücke zum Besten gegeben.

Es war toll.
Sehr unterhaltsam waren auch die musikalischen und kabarettistischen Einlagen von „Oberkellner“ Wolf Dominicus, künstlerischer Leiter und Geschäftsführer des Schlosstheaters im Schafstall der Abtei Marienmünster.
Neben der ausgezeichneten Unterhaltung, muss ich aber noch das Steak mit Pommes und die Bratwurst im Brötchen erwähnen, die uns á la minute vom Chef persönlich gegrillt wurde. Das Grillgut schmeckte lecker.

Die Burg Schwalenberg ist wahrlich ein Hotspot für jedermann. Es war ein fantastischer Abend, mit gutem Essen, ausgelassener Stimmung, einem Wahnsinnsblick auf den Teutoburger Wald, toller Unterhaltung mit traumhafter Kulisse. Immer wieder gerne.

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Burg 2
32716 Schieder-Schwalenberg
Tel. 05284 942428
Email: info@burg-schwalenberg.de

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