(W)-Einkehrschwung an die Ahr

Jedes Jahr verbringen meine Mutter und ich ein Mutter-Kind-Wochenende zusammen. Nachdem es die letzten Jahre in den nördlichen Teil Deutschlands gegangen ist, haben wir uns in diesem Jahr für ein Wochenende an der Ahr entschieden.

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Freitagmittag kehrten wir in Brogsitter`s Kaminstube in Waldporzheim für einen kleinen Snack ein. Die Wände aus Schieferbruchstein und der offene Kamin strahlen eine rustikale Atmosphäre aus – einfach zum Wohlfühlen.

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Hier gibt es ländliche und regionale Gerichte und Vesper von der Stubenkarte. Wir entschieden uns für eine Spargelcremesuppe, dazu wurde ein kräftiges Landbrot gereicht. Die Suppe war sehr lecker, mit knackigen Spargelstückchen, was uns sehr gut gefallen hat.

Abends hatte ich einen Tisch im Restaurant Weinkirche reserviert. Die Weinkirche ist das ehemalige Kelterhaus des Weingutes Brogsitter aus dem Jahre 1246. Die dunklen Holz- und warmen Rottöne prägen den gemütlichen traditionellen Charakter der Weinkirche mit Empore.

Wir wählten als Vorspeise die Gänseleber mit Süßwein-Gel, Aprikosen-Chutney und Rosmarin-Feigen-Brioche und als Hauptgänge Spargel mit hausgemachter Sauce Hollandaise und Wiener Schnitzel und Geschmorte Ochsenbäckchen in Ahr Spätburgundersauce, Wirsing, Kartoffelpüree.

Durch die mit Lobeshymnen und hervorragenden Bewertungen versehene Küche, wurden bei uns falsche Erwartungen geweckt. Das Preis-Leistungsverhältnis sehe ich nicht als gerechtfertigt an. In einem Hause wie Brogsitter erwarte ich Speisen, bei denen man merkt, dass sie mit Liebe und Raffinesse zubereitet wurden. Leider fehlten mir diese Komponenten, die für mich eine gute Küche ausmachen, vollkommen.

Samstagmorgen fuhren wir nach einem ausgiebigen Frühstück nach Dernau und statteten dem Weingut Meyer-Näkel einen Besuch ab.

Nach einem erfolgreichen Einkauf einiger schöner Tropfen wie den Shiraz „Us de Kap“ und den Spätburgunder „Us de la Meng“ brachten wir das Auto wieder zurück zum Hotel in Waldporzheim und schlugen dann den Rotweinwanderweg ein, um zu Fuss über Marienthal nach Dernau in Meyer-Näkels Hofgarten zu wandern. Eine traumhaft schöne Route, teilweise etwas steil, durch die Weinberge bei schönstem Sonnenschein und guter Laune. Obwohl die Strecke nur 3 km lang ist, brauchten wir aufgrund der vielen Steigungen knapp 1 ½ Stunden, um an unser ersehntes Ziel zu gelangen.

Inmitten des romantischen Weindorfes Dernau liegt die Gutsschenke Meyer-Näkel: der Hofgarten. Direkt gegenüber der Kirche hat der Hofgarten ganzjährig von 11–23 Uhr geöffnet. Hartwig Näkel, der Bruder des „Rotwein-Papstes“ Werner Näkel, hat hier für seine Gäste ein einzigartiges Ambiente geschaffen.

Wir entschieden uns für den Übergrillten Ziegenkäse mit Ahornsirup und Pinienkernen und für den Ahrtaler Vesperteller mit Neuenahrer Rauchfleisch, Blauschimmelkäse, Weinstubenkäse, marinierten Champignons, Rauchforellenfilet mit Sahnemeerrettich, Brot & Butter.

Das Essen war köstlich und machte rundum glücklich. Das Sauerrahmeis mit Cashewkernen und Palatschinken vollendete dieses schmackhafte Mahl. Zurück gingen wir nicht den Rotweinwanderweg sondern den Ahrsteigwanderweg parallel oberhalb der Ahr.

Samstagabend besuchten wir als Abschluss eines wanderreichen Tages das Ausflugslokal „Altenwegshof“, was wir vormittags bereits auf unserer Strecke des Rotweinwanderwegs inmitten der phantastischen Weinbergslagen des „Marienthaler Rosenbergs“ oberhalb von Walporzheim und Ahrweiler, erblickt hatten. Umgeben von Weinbergen, Wald und Wiesen, bekommt man hier eine einmalige Aussicht geboten. Bei einem leckeren Glas Blanc de Noir und einem köstlichen knusprig gebackenen Flammkuchen sowie einer Ofenkartoffel mit Quark und Salat ließen wir den Tag ausklingen.

Die alten Gemäuer des Altenwegshof bieten neben einem urig eingerichteten Gastraum, einen Wintergarten mit großzügigem Panoramablick sowie eine große Außenterrasse inmitten uralter Linden auf der es sich im Sommer herrlich verweilen lässt.

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Zum Abschluss unserer Reise besuchten wir am Sonntagmittag noch Steinheuers „Next Door“. Neben der Gourmetadresse Steinheuers Restaurant und dem geerdeten Landgasthof Poststuben hat der Sternekoch Hans Stefan Steinheuer in seinem gegenüberliegenden Hotel Landhaus (auch Sitz der Kochschule) ein Restaurant eröffnet, das nur sonntags seine Pforten öffnet: Steinheuers Next Door. Hier werden rheinische Tapas, Suppen, Hauptgerichte und Desserts in angenehmer Atmosphäre serviert. Der Besuch war kulinarisch ein reinstes Geschmackserlebnis und auch der Service war sehr kompetent und gastfreundlich. Wir fühlten uns rundum wohl und konnten hier unser Wochenende mit Kalbstafelspitzscheiben mit grüner Sauce und Salat, Schweinebauch und Backe auf Rahmwirsing und Rhabarber mit weißer Schokolade und Mandeleis im Glas bestens beschließen.

 

 

 

 

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